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Deutschland

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Weinwanderreise B – links und rechts der Weinstrasse

Eine Woche lang zu Fuß entlang der Deutschen Weinstraße
Zusammenfassung:

Eine Woche lang zu Fuß entlang der Deutschen Weinstraße. Auf Schusters Rappen erlebt man Landschaft und Kultur wesentlich intensiver und zum Tagesabschluss genießt man dann ein leckeres Essen aus der regionalen Küche und einen Schoppen Wein umso mehr. Tagsüber wandern wir auf den Spuren der Geschichte, besuchen Römervilla, Ritterburg und Musentempel. Damit das Geschichtserlebnis nicht zu trocken wird, runden wir jeweils den Tag mit einer Weinprobe in einem ausgesuchten Winzerbetrieb ab.

 
VinArTours Servicetelefon: (06321) 600 60 71
 
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Ausführliche Info:

Die Deutsche Weinstrasse verläuft parallel zu Rhein und Pfälzer Bergland über 83 km von Bockenheim im Norden bis nach Schweigen an der französischen Grenze, wo sie im benachbarten Elsass als „Route du Vin" ihre Fortsetzung findet.
Das milde, fast südländische Klima, die fruchtbaren Böden, alles passt hier bestens zusammen, damit nicht nur der Wein gut gedeiht. Im Frühling verwandeln tausende von Mandelbäumen links und rechts der Weinstrasse die Pfalz in ein Blütenmeer, im Spätsommer und Herbst bereichern Edelkastanien, Feigen, Walnüsse und Zitronen die Pfälzer Küche. Kein Wunder, das man diese Gegend schon früh den „Garten Gottes" nannte.
Ein Wanderparadies erster Güte, in dem auch schon die Römer marschierten. Als diese vor gut 2000 Jahren das Rheintal eroberten, hatten sie neben ihrer militärischen Ausrüstung auch Rebstöcke in ihrem Marschgepäck. Diese botanischen „Einwanderer" breiteten sich aus und dominieren heute hügelauf und hügelab das Landschaftsbild und versorgen die Weinkeller der umliegenden Ortschaften mit so manch edlem Tropfen. Viele Kilometer Weinbergwege und malerische Burgruinen laden ein zu Wanderungen durch die Weinkulturlandschaft Pfalz. Und sollte es die Sonne einmal zu gut meinen, bieten die schattigen Mischwälder des angrenzenden Pfälzer Berglandes eine frische Alternative.
Auf Schusters Rappen erlebt man eine Landschaft wesentlich intensiver und zum Tagesabschluss genießt man dann ein leckeres Essen aus der regionalen Küche und einen Schoppen Wein umso mehr. Tagsüber wandern wir von Nord bis Süd auf den schönsten Wanderetappen, welche die Weinstrasse zu bieten hat. Wandern unter Führung eines Wein- und Kulturbotschafters der Pfalz auf den Spuren der Geschichte, besuchen Römervilla, Ritterburg und Musentempel. Damit das Geschichtserlebnis nicht zu trocken wird, runden wir jeweils den Tag mit einer Weinprobe in einem ausgesuchten Winzerbetrieb ab.
Der Wein öffnet die Herzen und die Winzer sind immer bereit, ihre besten Tropfen auf Flaschen gezogen - sei es als Riesling, Dornfelder oder neuerdings auch Chardonnay - aus ihrem kühlen Keller ans Tageslicht zu holen, um sie ihren Gästen zu kredenzen.
Überaus abwechslungsreiche Landschaftsformen, das komfortable Hotel 3* RAMADA in Neustadt a.d. Weinstrasse als Wanderbasis, eine gepflegte Gastronomie und ein riesiges Potential an lohnenden Wein- und Wanderzielen bieten beste Voraussetzungen für einen rundum gelungenen Urlaub.

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Reiseverlauf:

1. Tag: (So): Anreise per Pkw oder Bahn (ICE-Haltepunkt!) nach Neustadt a.d. Weinstrasse. Um 18:00 Uhr Begrüßungssekt und Vorstellung ihres Wandergebietes in Form einer Fotoshow. Anschließend gemeinsames Abendessen im Hotel. (A)

2. Tag: Das beschauliche Zellertal, der nordwestliche Zipfel des Weinbaugebiets Pfalz, wirbt damit, das „i-Tüpfelchen" (auf) der Deutschen Weinstraße zu sein Es kann mit Recht noch immer als touristischer Geheimtipp gelten. Die zur Ortsgemeinde Zellertal zusammengeschlossenen Gemeinden Harxheim, Niefernheim und Zell betreiben am im Windschatten des Donnersberges, der höchsten Erhebung der Pfalz, auf etwa 100 Hektar Weinbau.
Ein echtes Kleinod ist das Weindorf Zell. Geprägt wird die Silhouette durch die beiden, schon in Fernsicht wirksamen Kirchen, die zugleich an die ehemalige Bedeutung des Stifts Zell als beliebtester Wallfahrtsort der Pfalz erinnern.
Von Zell aus genießt man einen wunderbaren Blick über das Tal mit seinen typischen Strukturen einer Weinbergslandschaft.
In Zell beginnt unsere Terroirwanderung entlang Weinbergsmauern, Lesesteinwällen und Hohlwegen. Wir steigen ab ins Tal der Pfrimm, die wir bei Niefernheim queren um anschließend die Höhen des Kahlenberges zu erklimmen. Mitten in den Weinbergen der Gemarkung Bockenheim stoßen wir dann auf ein Bauwerk, dass man eher im süditalienischen Apulien vermuten würde - einen Trullo. Trullo (italienisch), Mehrzahl Trulli, ist eine Bezeichnung für die vor allem in Apulien vorkommenden Rundhäuser, deren Steindächer sich nach oben hin in Kragsteintechnik verjüngen.
Das Häuschen ist eines der Acht Trulli, die in der Gemarkung Bockenheim z.T. bereits im 18. Jahrhundert errichtet wurden und seitdem als Schutzhütten für Winzer und Feldhüter dienten. Im Volksmund werden sie „Wingertsheisje" oder „s weis Heisje" genannt. Die Trulli wurden tatsächlich von apulischen Gastarbeitern, welche die Bauweise beherrschten, nach dem Vorbildern ihrer Heimat angefertigt.
Gegen Mittag erreichen wir unterhalb des Lettenköfchen die Weinlagen des Bio-Weingutes Wöhrle. Nach einer Winzervesper im Weinberg und am hauseigenen Trullo führt uns ECOVIN-Winzer Wöhrle durch seine Lagen und erklärt uns die Grundlagen des ökologisch ausgerichteten Weinbaus. Anschließend geht es zur Weinverkostung ins Weingut. Schwerpunkt unserer Weinverkostung sind entsprechend den durchwanderten Terroirs Rieslinge und Burgundersorten.
Anschließend Rückfahrt ins Hotel. (Ü/F)

3. Tag: Geschützt von den Höhen des Pfälzerwaldes liegen das mittelalterliche Städchen Freinsheim und der Pfälzer Kurort Bad Dürkheim an der Weinstrasse in einer der schönsten Landschaften Deutschlands.
Unsere Terroirwanderung führt über Leistadt hinauf zum Haardrand und anschließend entlang der bekannten Weinlagen „Herrenberg", „Spielberg", „Michelsberg" und „Abtsfronhof". Inmitten des Rebenmeeres stoßen wir bei Ungstein auf das römischen Weingut Weilberg. Anschaulich wird hier dargestellt, wie in römischen Zeiten die Trauben „mit Füßen getreten" wurden um daraus Most zu gewinnen. Nachmittags erreichen wir den VDP-Winzerbetrieb Fitz-Ritter. Das Hauptthema unserer Weinverkostung sind hauptsächlich Burgundersorten, die auf den Bad Dürkheimer Terroirs ganz hervorragend gedeihen.
Anschließend Rückfahrt ins Hotel. (Ü/F )

4. Tag: Wanderung hinauf zur mächtigen Ruine der Wachtenburg. Über den Forster Pechsteinkopf, dessen verwittertes Basaltgestein heute den Forster Weinen ihre feine Frucht und ein unverwechselbares Aroma beschert, erreichen wir Forst, den kleinsten Weinort an der Deutschen Weinstrasse.
Mit dem „Forster Freundstück", „Jesuitengarten", „Kirchenstück", „Musenhang", „Pechstein" und „Ungeheuer" finden sich hier Rieslinglagen von Weltruf.
Eine seltene geologische Vielfalt - Basaltböden und verwitterter Sandstein - gemischt mit Kalk, Lehm und Ton - trägt dazu bei, dass der Riesling als „König der deutschen Weißweine" hier zu höchster Vollendung reift.
Nach der Mittagspause in einer netten Weinstube (fakultativ) erschmecken wir im Rahmen einer vergleichenden Weinprobe die Vielfalt der unterschiedlichen „Forster Terroirs". Durch die Weinlage Bischofsgarten geht es zurück nach Wachenheim. (Ü/F)

5. Tag: Fahrt zum Hambacher Schloss, einer alten Staufischen Reichsburg. Sie ging als etwas ganz Besonderes in die Deutsche Geschichtsschreibung ein, weil hier 1832 mehr als 30.000 Menschen für die Freiheit und Einheit des zersplitterten Deutschlands demonstrierten. Das Hambacher Schloss wurde somit zur "Wiege der deutschen Demokratie" und die Versammlung selbst wohl das erste große Weinfest der Pfalz.
Für das Fest fertigte der Neustädter Landwirt und Kaufmann Johann Philipp Abresch erstmals eine „Deutsche Trikolore" in den Farben Schwarz-Rot-Gold an und versah sie mit der Aufschrift „Deutschlands Wiedergeburt". Diese Fahne mit der von Abresch erstmals gewählten Farbreihenfolge stellt den Ursprung der heutigen deutschen Nationalflagge dar. Als Hauptfahne des Nationalfestes trug Abresch sie während des Demonstrationszuges vom Neustadter Marktplatz zum Schloss und pflanzte sie dort auf dem Turm auf.
Anschließend wandern wir hinauf zum „Hausberg" der Neustädter, dem 672 m hohen Kalmit. Ein großartiger Ausblick hinunter auf die Rheinebene belohnt für so manch vergossenen Tropfen Schweiß. Weiter geht es durch den Pfälzer Wald zur versteckt gelegenen Kropsburg, Um 1200 n. Chr. als Ganerben- oder Gemeinschaftsburg zum Schutz der Trifels gegründet, war sie stets eine Zufluchtsstätte adeliger Familien aus der Rheinebene in Kriegszeiten. Ihre fast vollständige Zerstörung erfolgte wie bei den meisten Burgen der Gegend im Pfälzischen Erbfolgekrieg.
Nach einer Mittagspause im Gartenrestaurant der Kropsburg (fakultativ) beenden wir den Tag im Weingut des „Klosters Heilsbruck". Nach einer Kellerführung durch den imposantesten Holzfasskeller der Pfalz werden wir selbstverständlich auch einige gute „Tropfen" degustieren. Rückfahrt nach Neustadt und Abschiedsessen in einem netten Restaurant. (Ü/F)

6. Tag: Wanderung zu den Ruinen der einst sehr mächtigen Reichsburg Trifels und zu den Ruinen der Madenburg.
Im Mittelalter war das Land am Rhein, insbesonders die Pfalz, mehrere Jahrhunderte hindurch Mittelpunkt des Reiches.
Die Trifels, imposant gelegen auf dem 494 m hohen Sonnenberg, erreichte besonders während der Staufferzeit im 12. und 13. Jahrhundert ihre größte Bedeutung. Für anderthalb Jahrhunderte war die Reichsburg Mittelpunkt historischer Ereignisse und stark bewachter Hort der „Reichskleinodien" des „Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation". Zum Schutze des Trifels, in dessen massiver Kapelle die Reichskleinodien aufbewahrt wurden, entstand zeitgleich ein ganzer Abwehrring von Burgen. Als prominentester „Besucher" der Trifels gilt der englische Königs Richard Löwenherz, der hier einige Monate in Gefangenschaft verbrachte.
Auf dem Rothenberg über Eschbach erhebt sich die Madenburg. Sie wurde erstmals 1076 als "Parthenopolis" (Jungfrauenburg - Burg der heiligen Maria) erwähnt und war als Schutzburg der Trifels die größte Burganlage der Südpfalz. In der Renaissance modernisiert und erweitert, wurde sie letztendlich durch französische Truppen im Pfälzischen Erbfolgekrieg (1680) zerstört. Von der Burgruine aus hat man einen fantastischen Blick über die Rheinebene und den Pfälzer Wald.
Anschließend laufen wir hinunter nach Leinsweiler ins Weingut Siegrist. Die Winzerfamilie Siegrist produziert hier mit Liebe und Sorgfalt Rotweine, die heute zum Besten gehören, was Deutschland zu bieten hat.
Der Weinführer Eichelmann würdigte in seiner zehnten Buch-Ausgabe 2010 einen Spätburgunder des Weinguts Siegrist mit einem speziellen Preis für den besten Rotwein des Jahrgangs 1998! Eigentlich nicht sehr verwunderlich, denn in den Weinlagen des Weingutes wurde schon zur Stauferzeit nachweislich edler Wein angebaut.
Die Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz, Doris Ahnen, kürte daher am 19. Mai 2010 einen „Pinot Noir" 2008, trocken des Weingut Siegrist offiziell zum rheinland-pfälzischen Stauferwein. Im Rahmen einer Weinprobe können wir uns einen eigenen Eindruck von den edlen Tropen des Weingutes verschaffen. Transfer zurück ins Hotel. (Ü/F)

7. Tag:.„Vive la France"! Unser erstes Tagesziel ist heute Wissembourg, das Tor zum benachbarten Elsass. Im Grenzgebiet von Pfalz und Elsaß hat sich eine im Laufe seiner wechselreichen Geschichte besondere Wein-Kultur herausgebildet, die sich in Sprache und Lebensart niedergeschlagen hat. Europa sei Dank - die Grenze, die uns vom südlichen Nachbarn vis-à-vis trennte, ist weg. Geblieben ist ein verbindendes Stück gemeinsamer Geschichte und Sprache, Kultur und Lebensart, die Pfälzer und Elsässer in vielem miteinander teilen.
Wissembourg ist eine der architektonisch reichsten Städte der nördlichen Elsass. Die Altstadt ist heute noch teilweise von Resten der alten Stadtbefestigung umschlossen.
Nach einem kleinen Stadtrundgang steigen wir durch den Pfälzer Wald hinauf zur im 12. Jahrhundert als Reichsburg erbauten Ruine der Burg Guttenberg. 1525 im Bauernkrieg zerstört, liegt sie seitdem im Dornröschenschlaf.
Nach Besichtigung der Burgruine laufen wir hinab nach Schweigen-Rechtenbach zur Weinprobe im Weingut Friedrich Becker. Sowohl der GAULT MILLAU als auch der EICHELMANN (4 von 5 Sternen: "Hervorragender Erzeuger") empfehlen dieses Weingut in den höchsten Tönen. Nach unserer Degustation diverser Beckercher Weine werden wir vielleicht in diesen Chor mit einstimmen.
Nach der Mittagspause und Weinprobe geht es zurück nach Wissembourg. Gute Gelegenheit in einem der Bistros am Markt etwas französisches „Savoire Vivre" bzw. einen leckeren Flammkuchen zu genießen. (H/P)

8. Tag: Individuelle Abreise im Laufe des Vormittags.

Anforderungen: Wanderungen von 3-5 Stunden auf Waldwegen und Pfaden.

 

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