Die Welt des Weins ist Groß und Rund und bietet von A wie Argentinien bis Z wie Zypern mit unseren Weinreisen so manch Überraschendes und Interessantes zu entdecken.

Italien

Italien

Weinkultur im Veneto und Trentino

Unbekannte Weinsorten im Trentino, Gardasee und Veneto
Zusammenfassung:

Die Region um den Lago di Garda und das Etschtal zählen zu den schönsten Landschaften Italiens. Ein wahrer Garten Eden, in dem es sich bereits zur Zeit der Kelten, Römer und Langobarden in einer geradezu bukolischen Landschaft sehr gut leben ließ.

 
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Ausführliche Info:

Wegen des milden Klimas zwischen den Alpen im Norden und der Adria im Süden gedeihen in der Umgebung des Gardasees berühmte Weine in deren DOC-Gebieten traditionelle Rebsorten dominieren. Diesen gilt neben vielen kulturellen Höhepunkten ein Schwerpunkt unserer Reise. Klangvolle Namen wie Amarone, Bardolino, Bianco di Custoza, Lugana, Soave und Valpolicella gehören zu den populärsten italienischen Weinen.
Weniger bekannt aber auch sehr interessant ist das Trentino. Eine traditionsreiche Weinanbauregion im nördlichsten Italien, das von Südtirol bis ans Nordende des Gardasees reicht. Hier werden im Etschtal aber auch im Sarcatal wunderbare Weine produziert, deren Reben noch traditionell über ein spezielles Holzgerüst, die Pergola, gezogen werden.
Im milden, trockenen Klima des Trentino gedeihen auf sehr unterschiedlichen Terroirs bei uns weniger bekannte traditionelle Rebsorten wie Enantio, Marzemino, Rebo, Nosiola und Teroldego in bester Nachbarschaft mit Lagrein und Pino Grigio (Grauburgunder). Die malerische Gegend am Fuße der Dolomiten ist eine der größten und wichtigsten Anbaugebiete für italienische Weißweine. Ein Grund mehr einmal dort vorbei zu schauen und ihre Weine kennen zu lernen. Die Region Trentino gilt zudem als eine der führenden Schaumweinproduzenten Italiens.
Wie könnte man eine Weinlandschaft mit ihren Menschen und ihrer gewachsenen Kultur besser "begreifen", als wenn man sie persönlich besucht, mit den Menschen und Winzern spricht, ihre Kulturdenkmäler und Geschichte kennenlernt! Und natürlich auch ihre feinen Weine vor Ort in geselliger Runde und weinkundiger Begleitung probiert. Entdecken und erkunden Sie mit uns Land und Leute sowie die Grundlagen des Terroirgedankens. Vergleichen Sie auf kleinen Weinlagenwanderungen  Bodenprofile und klimatische Bedingungen in den einzelnen Weinbergslagen. Erschmecken Sie im Rahmen einer vergleichenden Weinprobe bei einem renommierten Winzer die Vielfalt der unterschiedlichen norditalienischen Terroirs im Wein!

Die Region Garda ist nicht nur für hervorragende Weine sondern auch für feines Olivenöl berühmt. Eine Olivenölverkostung werden wir uns bei dieser Reise daher nicht entgehen lassen.
Die Bewohner des Gardasees haben eine jahrhundertalte, von drei Regionen beeinflusste Esskultur. In den zahlreichen Feinschmeckerrestaurants und den gemütlichen Trattorias werden viele kulinarische Sehnsüchte durch die köstliche traditionelle Küche erfüllt. Lassen Sie sich mittags in einer lokalen Trattoria mit viel italienischem Flair von norditalienischen Spezialitäten aus Küche und Keller verführen (fakultativ). Entdecken Sie mit uns die andere, ursprüngliche Seite der Region Garda und des Trentino mit ihren einzigartigen Weinlagen, interessanten Winzern und Weinbaubetrieben – und – natürlich großartigen Weinen.

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Reiseverlauf:

1. Tag: Individuelle Anreise durch die Alpen bzw. Fluganreise via Verona ins Hotel. Während des Aufenthaltes wohnen Sie am Südende des Gardasees (Garda, Manerba del Garda oder Padenghe Sul Garda) in einem Hotel 4*. Die schön gelegenen Hotelanlagen bieten Ihnen erholsame Urlaubstage. (A)

2. Tag: Fahrt entlang der Uferstraße entlang des Gardasees ins romantische Malcesine, dem Ort mit der imposanten Skaligerburg am Largo di Garda. nach Limone sul Garda, berühmt durch seine attraktive Altstadt direkt am Seeufer unterhalb schroffer Felshänge und immergrünen Oliven- und Zitrushainen. Seit dem 18. Jahrhundert werden in Limone Zitronen angebaut. Limone galt als nördlichstes Zitronenanbaugebiet der Welt – ein Erwerbszweig, der die Menschen zwei Jahrhunderte lang ernährte. Erst durch eine verbesserte Verkehrstechnik und die damit verbundene Konkurrenz aus Süditalien kam dieser Geschäftszweig fast zum Erliegen.
Bereits im 13. Jahrhundert brachten Mönche die ersten Zitrusfrüchte an den Gardasee. Von ihrer Plantage aus verbreitete sich ihr Anbau über viele Ortschaften des nördlichen Gardasees. Die 'Limonaia', im einheimischen Dialekt als „Sardì“ bezeichnet, wurden zu einem wichtigen Zusatzerwerb neben Fischfang und Olivenölanbau.
Die auf mehreren Terrassen (Còle) angelegten und über Steintreppen miteinander verbundenen Gärten konnten von recht unterschiedlicher Größe sein. Diese Plantagen wurden an drei Seiten durch massive Mauern geschützt, während die Sonnenaussetzung gegen Ost / Südost gewährleistet war. In der Mitte oder auch an einem der äußeren Bereiche der Gärten lag das sog. 'Casello' (Casèl), in dem die Planen und Netze zur Abdeckung der Plantage aufbewahrt wurden. Alles in allem eine sehr aufwendige Arbeit. Bei einem Besuch in solch einer, sehr malerisch oberhalb des Dorfes gelegenen Limonaia können wir uns ein eigenes Bild dieser traditionellen Agrarkultur machen.
Die Mittagspause verbringen wir in der malerischen kleinen Altstadt von Limone sul Garda. Gelegenheit zum Besuch einer Trattoria direkt am Ufer des Sees.

Keine Fahrt an den Gardasee ohne eine Bootsfahrt über den Gardasee (wetterabhängig). Eines der hübschen weißen Ausflugsboote bringt uns in knapp 45 Minuten von Limone sul Garda ans Nordende des Sees nach Riva del Garda, der Hauptstadt des nördlichen Gardasee Gebietes. Riva gehörte früher zu Österreich-Ungarn und noch heute ist viel vom Flair und Charme der K&K-Zeit erhalten. Die Habsburger schmückten die Stadt mit schönen Parkanlagen und Gärten, eleganten Jugendstilvillen und wunderschönen Herrenhäusern. Wer es sich leisten konnte dem Winter im österreichischen Kaiserreich zu entfliehen fand hier eine malerische und vom Klima begünstigte Zuflucht. Berühmte Persönlichkeiten der damaligen Zeit wie Nietzsche, Kafka und die Brüder Mann ließen es sich hier gutgehen. Noch heute ist Riva del Garda ein beliebter Touristenort. Wegen der günstigen Windbedingungen ist der Ort besonders bei Seglern und Windsurfern sehr beliebt. Gelegenheit zu einem kleinen Stadtbummel oder einem Cappuccino an der Piazza 3 Novembre. Ein Wahrzeichen der Stadt ist der leicht schiefe Torre Apponale, ein 34 m hoher Uhrturm aus dem Jahre 1220, der über dem Hafen von Riva aufragt. Man kann ihn ohne große Mühen besteigen. Die Aussicht von der Turmplattform auf Stadt, Hafen und die Bergwelt der Umgebung ist großartig.
Anschließend geht es weiter nach Arco. Nicht ganz so mondän wie Riva aber trotzdem sehenswert. Erzherzog Albrecht von Habsburg ließ im 19. Jahrhundert in Arco seine Winterresidenz, die erzherzogliche Villa erbauen, die mitten in einem dicht bewachsenen Park, dem Arboretum, liegt. Noch heute gedeihen dort exotische und mediterrane Pflanzen. Überragt wird der Ort von der malerischen Burg Arco, eine der schönsten und eindrucksvollsten mittelalterlichen Festungen des Alpenlandes.

Von den Grafen von Arco auf dem Gipfel eines Felsberges errichtet, beherrscht sie die Ebene des Sarcaflusses mit ihren Weinbergen. Hier liegt ein kleiner familiärer Weinbaubetrieb, der zusätzlich auch hervorragendes Olivenöl produziert. Beides werden wir heute verkosten. Die Weinberge und Olivenhaine des Familienbetriebes liegen im Gebiet zwischen Arco, Riva am Gardasee und Nago-Torbole. Die günstige geographische Lage, der kalkhaltige Boden, das milde Mikroklima und die regelmäßigen Winde (Ora und Pelér) erlauben die Produktion von Weinen und Ölen ganz hervorragender Qualität. Fahrt zurück ins Hotel am frühen Abend. (HP)


3.Tag: Keine Fahrt ins Veneto ohne einen Besuch von Verona. Verona liegt, von der Etsch durchflossen, in den eiszeitlichen Moränenhügeln südlich der Alpen. Nach Venedig ist Verona die bedeutendste Kunststadt Venetiens. Verona ist nicht nur die Stadt der berühmtesten Opernfestspiele und des berühmtesten Liebespaares (Romeo und Giulia) der Welt, Verona ist auch eine sehr geschichtsträchtige Stadt. Im römischen Kaiserreich war Verona eine bedeutende Kolonie, die später von den Ostgoten, den Langobarden und den Franken eingenommen wurde. Unter der Herrschaft der Scaliger, die im Auftrag der deutschen Kaiser von 1260 bis 1387 regierten, erlebte die Stadt ihre Glanzzeit. Die Ruinen prächtiger römischer Bauten, die mittelalterlichen Zeichen der Scaliger Ritter, die großartigen Paläste aus der Renaissance bezaubern einen bei jedem Schritt. Das römische Amphitheater, die Arena di Verona, ist das bekannteste Denkmal Veronas und seit jeher Pflichtprogramm der Besucher und Opernliebhaber aus aller Welt. Zweitausend Jahre an Geschichte  und UNESCO-Kulturerbe, das darf man sich nicht entgehen lassen. Wir bummeln entlang der Via Mazzini, der bekanntesten Einkaufsstraße der Stadt und  gelangen zur Piazza delle Erbe, dem Marktplatz Veronas. Bewundern den „Balkon der Julia“ und gelangen letztendlich zur Piazza dei Signori, wo die prunkvollen Wohnpaläste der Familie della Scala stehen. Unsere halbtägige Stadtführung kann nur einen kleinen Teil dessen vermitteln, was diese schöne und geschichtsträchtige Stadt zu bieten hat.
Nach der Stadtbesichtigung fahren wir weiter südlich in Richtung Mantua. Italien hat nicht nur hervorragende Pasta sondern auch das größte Reisanbaugebiet Europas zu bieten. Fernab der touristischen Trampelpfade erstreckt sich südlich des Gardasees eine sehr ländliche Region, in der es noch viel zu entdecken gibt. Gegen Mittag erreichen wir die alte Reismühle der Familie Ferron, in der noch wie zu Großvaters Zeiten Reis gemahlen wird.
Die historische Reismühle ist vielleicht die älteste des Veneto. Die Inhaber, die gleichzeitig im Reisanbau tätig sind, produzieren wieder eine kleine Menge traditionellen „Schwarzen Reis“, den Sie durch Rückzüchtungsmaßnahmen gewinnen konnten. Die alte Mühle liegt wie eine Insel im Überflutungsgebiet des Mincio. Nur wenige Kilometer von der Autobahn entfernt stößt man auf ausgedehnte Reisfelder wie in Japan. Überall sprießen im Frühjahr die zarten Reishalme aus dem Wasser und überziehen die Wasserflächen mit einem zarten grünen Schimmer.  Jedes Frühjahr werden die Felder von Kanälen geflutet, die bereits zu Kaiserin Maria Theresias Zeiten angelegt wurden und immer noch perfekt funktionieren.

Die am häufigsten angebaute Reissorte im Gebiet südlich von Verona bis Mantua heißt Vialone Nano. Die Reiskörner haben mittlere Größe und Länge und deshalb die Eigenart, dass die Körner die Flüssigkeit sehr gut aufnehmen. Ein ganz besonderer Vorteil bei der Zubereitung von cremigen Risottos.
Ein Besuch der Reismühle ist wirklich sehenswert. Sie war zu ihrer Zeit bestimmt auf dem höchsten Stand der Technik. Was liegt näher als anschließend im Innenhof der Reismühle entspannt unter Oleander und alten Bäumen eines der großartigen Risottos des Hauses zu probieren. Unter drei Reisgängen geht es selten. Wie wäre es mit Risotto alla pilota (mit Wurst), Risotto coi saltarei (mit frittierten Fischen) oder Risotto alla Carpa (mit den Karpfen aus den Kanälen). Und natürlich darf zum Essen auch das passende Glas Wein – natürlich ein frischer Custoza – nicht fehlen.
Den Nachmittag werden wir dem Weinbaugebiet Custoza und seiner Weinkultur widmen. Wir besuchen eines der besten Weingüter der Region. Die besondere geomorphologische Struktur der Moränenhügel, das typisch südländische Mikroklima und das handwerkliche Können der Winzer spiegeln das spezielle Terroir der Weine wieder. Wunderbar leichte und lebhafte Weine, die jung getrunken werden sollten und hervorragend zur lokalen Küche passen. Fahrt zurück ins Hotel am frühen Abend. (HP)


4. Tag: Südlich von Trient befindet sich das Valle Lagarina bzw. Vallagarina, unser heutiges Tagesziel. Das Tal erstreckt sich entlang dem Flussbett der Etsch und reicht von Trient bis hin zu der Grenze zwischen den beiden norditalienischen Provinzen Trient und Verona.
Im Val Lagarina ist der Marzemino die älteste Rebsorte im Anbau. Eine autochthone Rebsorte von hervorragender Qualität und Eigenart, die schon seit dem Mittelalter angebaut wird. Die Trauben ergeben einen Rotwein von rubinroter Farbe mit einem zarten Bukett von Märzveilchen. Der trockene Rotwein war einer der meistgeschätzten Weine am Kaiserhof in Wien. Im 18. Jahrhundert war der Wein in aller Munde. Der Komponist Wolfgang Amadeus Mozart lobt diesen Wein in seiner Oper Don Giovanni (Versa il vino! Eccellente Marzemino!).
Weniger bekannt ist die Rebsorte Nosiola. Nosiola leitet sich her aus „nosela“, ein Dialektwort, das Haselnuss bedeutet. Die Nosiola ist ein Weißwein von strohlgelber Farbe, sehr duftend und mit einem fruchtigen Geschmack. Im Abgang finden sich Aromen von Mandeln und Haselnuss. Weshalb er auch gerne als Dessertwein Vino Santo ausgebaut wird.
Als bequeme Route in den Süden des Landes war das Tal stets von strategischer Bedeutung für die jeweiligen Machthaber. Mächtige Burgen links und rechts des Tales sind bis heute stille aber eindrucksvolle Zeugen jener Zeit.
Eine jener Burgen mit angeschlossenem Weingut werden wir heute Vormittag besuchen.

In malerischer Lage über dem Etschtal gelegen, ist sie ein Schmuckstück mittelalterlicher Militärarchitektur. Es wird vermutet, dass die Entstehung des ältesten Teiles der Burg in die Langobardenzeit  des 6.-8.  Jahrhunderts datiert werden kann.
Das heutige Schloss ist eine Verbindung aus mittelalterlicher Burg und einem Renaissancepalast. Gut erhaltene Fresken, die Rankenwerke und Veduten im Wintergarten, die Wappen der Besitzer sowie Räume mit ornamentaler Ausstattung stammen aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Durch den Umbau hat es seinen wehrhaften Charakter allerdings nicht verloren: Gräben, Fallgitter, Zugbrücken und Schießscharten zeugen von einer kriegerischen Vergangenheit.
Diese Zeiten sind zum Glück Geschichte. Das Schloss dient heute sehr friedlichen Zwecken. Seit 1974 ist die Anlage im Besitz der Hoteliersfamilie Zani, die Schloss und Weinberge in ein biologisch geführtes Musterweingut mit einem breiten Rebsortenspektrum umformten. In einer Weinprobe können wir uns von den Weinen des Schlossweingutes eine eigene Meinung bilden.
Zur Mittagszeit werden wir Rovereto im Zentrum des Lagarinatals erreichen. Sie ist die “heimlische Hauptstadt“ und zweitgrößte Stadt des Trentino. Sie hatte im 18. Jahrhundert  dank der Seidenspinnerei und deren Verarbeitung ihren wirtschaftlichen Höhepunkt. Auch heute noch ist die Stadt der wirtschaftliche Mittelpunkt des Valgarina, das nun stark vom Weinanbau geprägt ist. In unmittelbarer Umgebung werden die Trauben des legendären Weines Marzemino gentile angebaut.
Bei einem Bummel durch die Gassen der kleinen und überschaubaren Altstadt zeugen noch viele, z.T. stark renovierungsbedürftigen Palazzi von den goldenen Zeiten der Stadt. Unser Stadtrundgang bringt uns vor das Tor des Stadtpalastes der „Baroni Todeschi“ in dem der 14jährige Wunderknabe Wolfgang Amadeus Mozart kurz vor Weihnachten im Jahre 1769 übernachtete. Eine Gedenktafel an der Fassade des Hauses in der Via Mercerie erinnert noch heute an dieses Ereignis und an sein erstes Orgelkonzert auf italienischem Boden, das er vor einem begeisterten Publikum gab. Er selbst war wohl ganz besonders vom Rotwein des Vallagarina, dem Marzemino beeindruckt. Jedenfalls fand der Wein Eingang in eine Opernarie von Don Giovanni.

Nach der Mittagspause in einer lokalen Enoteca und Osteria (in der man bei einer kleinen Mahlzeit fast alle Weine der Region verkosten kann) fahren wir hinaus zum Weingut des Winzers Armando Simoncelli. Die Weine seiner Familienkellerei sind ehrlich und bodenständig. Mit seinem Marzemino ist er bis heute der einzige Winzer, der es bei einer der jährlich stattfindenden Marzemino-Blindverkostungen schaffte hundert von hundert Punkten zu erreichen! Für Liebhaber von Schaumweinen - auch sein Spumante Trento Brut hat ganz große Klasse. Freuen wir uns auf eine WEIN-Begegnung der ganz besonderen Art!  Fahrt zurück ins Hotel am frühen Abend. (HP)

5. Tag: Valpolichella, Soave und Montforte d'Alpone
Kurze Fahrt vom Gardasee über die Etsch zu einem der schönsten Weingüter im Herzen des klassischen Valpolichella. Die großzügig angelegte Villa im Renaissancestil der Familie Fraccaroli liegt in einer romantischen Parkanlage mit jahrhundertealten Bäumen. Mit ihrem schönen Eingangsportal aus dem 18. Jahrhundert ist sie ein typischer alter Landsitz reicher italienischer Patrizier.
 
Viele Weinliebhaber sprechen vom Amarone della Valpolicella mit derselben Ehrfurcht wie von Brunello oder Barolo. Unter den aus vorgetrockneten Trauben erzeugten, trockenen Rotweinen gilt der Amarone della Valpolicella als unangefochtene Berühmtheit. Keine andere Weinsorte konnte in den letzten zehn Jahren in dieser noblen Liga solche rasanten Zuwächse in Produktion und Verkauf verbuchen. Der Amarone ist heute in aller Munde. Ein wunderbarer Rotwein - geballte Frucht von süßen Kirchen und eingelegten roten Beeren, feine Röstnoten, opulent und umwerfend schön.
Die Heimat des Amarone liegt in der Hügellandschaft nördlich von Verona. In derselben Produktionszone und aus denselben Trauben wie der Valpolicella Classico, allerdings in einer besonderen Selektion. Die typischen Weine des Valpolicella Classico werden aus den 4 wichtigsten und autochthonen Traubensorten des Valpolicella (Corvina, Corvinone, Rondinella und Molinara) hergestellt. Essentiell für die Weinbereitung des Amarone ist das Trocknen der hochreifen Trauben auf Strohmatten, auf Korbgeflechten, in Kisten oder an Balken aufgehängt. Die Dauer der Trocknungszeit ist je nach Erzeuger unterschiedlich und wird oft solange ausgedehnt bis sich noble Edelfäule bildet. Um die früher häufigen oxidativen Noten zu vermeiden wurde die Trocknungsdauer der Trauben reduziert, was zugleich zu einem frischeren Wein führte. Die Trocknung der Trauben erfolgt heute in aller Regel nicht mehr unter Scheunendächern wie früher, sie wird in kontrollierter Atmosphäre in besonderen Trockenräumen gut überwacht durchgeführt. Nach der Trocknungszeit werden die Trauben gekeltert und durchgegoren. Anschließend reift  der Wein in Holzfässern aus. Heutzutage wird neben dem großen Holzfässern auch mit kleinen Barriques aus frischer Eiche gearbeitet. Amarone della Valpolicella erreicht ohne weiteres 15% Alkohol - und manchmal mehr. Er wird oft, obwohl das italienische Weingesetz diese lange Zeitspanne nicht fordert, je nach Erzeuger erst Jahre nach der Lese auf den Markt gebracht. In der Vinothek können wir uns einen schönen Eindruck von den Weinen des Weingutes verschaffen.
Unser Tagesausflug in Sachen Wein führt weiter in den mittelalterlichen Weinort  Soave im Kerngebiet des Soave Classico. Die Stadt wurde bereits als freie Gemeinde Soave in einer Urkunde, unterzeichnet von Kaiser Friedrich Barbarossa, aus dem Jahre 1110 erwähnt.
Die heutige Stadt hat eine fast komplett erhaltene und beeindruckende Stadtmauer mit 24 Türmen, welche aus der Zeit von 1375 stammt. Besonders sehenswert die Piazza Antenna mit dem Palazzo di Giustizia und dem Palazzo del Capitano, dem heutigen Rathaus.
Ebenfalls gut erhalten ist die von den Scaliern im Mittelalter um 1261 ausgebaute Burg. Man geht davon aus, dass die Grundmauern der Burg aus römischer Zeit stammen. Seine größte Blütezeit erlebte die Stadt unter der Republik Venedig. In dieser Zeit entstand das Palazzo Cavalli und die Kirche San Rocco.

Nach der Stadt ist der gleichnamige Wein Soave benannt. Der Soave Classcio zählt zu den besten und wertvollsten Weißweinen, nicht nur Italiens, sondern weltweit. Er ist ein großer Weißwein und der klassische, typische Weiße Italiens. Seinen Ruf verdankt er der wertvollen und autochthonen Garganega-Rebe mit ihren typischen Birnen- und Mandelnoten. Die klassischen Winzer bringen den Soave Classico reinsortig, also zu 100% auf Basis von 100% Garganega-Trauben auf die Flasche. Auf die Beimengung von Trebbiano, Chardonnay, Pinot grigio etc. verzichten zum Glück einige der Erzeuger konsequent. Die Rebe ergibt duftig-frische, fruchtige und zugleich milde Weine, mit goldgelber Farbe. Der Soave wird auch gerne als Moselwein Italiens bezeichnet, denn seine leichte, für ihn typische Fruchtsäure und der moderate Alkoholgehalt machen ihn speziell für den deutschen Weingeschmack recht sympathisch. Die Soave-Anbauzone umfasst heute leider auch die Ebene um die Autostrada Serenissima von Verona nach Venedig. Hier wachsen die billigen Massenweine, die den guten Ruf des Soave etwas geschädigt haben. Die Anbauflächen für den Soave Classico, also die klassische, eng begrenzte und älteste Anbauzone, liegen auf den Hügeln um die Orte Soave und Montforte d'Alpone.

Nach der Mittagspause werden wir in Montforte d'Alpone eines der renommiertesten Weingüter der Region besuchen. Im Weingut BRA besichtigen wir Keller und angrenzende Weinberge und werden dort natürlich auch Weine verkosten. Die Terroirs seiner Hanglagen-Weinberge fußen auf verwittertem, fruchtbarem  vulkanischem Felsgestein und bieten Qualitäten, welche die „Ertragswunder“ links und rechts der Autostrada Serenissima Lügen strafen. Pikante Weißweine mit echtem Charakter, Mineralität, Frische und moderater, jedoch ansprechender Komplexität stehen den Massenprodukten der Tallagen gegenüber, die früher nicht für den Weinbau genutzt wurden. Die hügeligen Weinberge auf schwarzer Vulkanerde, die machen den Unterschied! Am späten Nachmittag Rückfahrt ins Hotel (HP).

6. Tag: Unser letzter Tag führt weit hinauf ins Trentino. In besuchen wir das BIO-Weingut der Winzerin Elisabetta Foradori. Eine echte Ausnahmewinzerin mit großartigen Weinen und dem Mut ganz neue Wege zu gehen. Seit sie 1985 das Weingut ihres Großvaters übernahm hat Sie es auf die Bühne der international anerkannten und berühmten Winzer geschafft. "Tiefe, Feinheit und Würze" sind laut Elisabetta Foradori die herausragenden Charakterzüge der Teroldego-Rebe, die auf dem Campo Rotaliano, dem Schwemmland der Etsch, heimisch ist. Im Ausbau dieser sehr alten Rebe hat es die italienische Winzerin des Jahres 2006 zur absoluten Perfektion gebracht. Das Spitzengewächs des Hauses, der berühmte Granato, ist einer der angesehensten Rotweine Italiens, mit einer kraftvollen Mineralität, welche das Terroir der nahen Dolomiten spüren lässt.
Einen Teil Ihrer Spitzenweine werden in modernen 400 Liter fassende Qvevri (von georgisch = "Amphore")  ausgebaut. Dabei entstehen Weine von ganz ausgeprägten Stil- und Geschmacksnoten. Die Amphore stellte sich als äußerst spannendes Stilmittel heraus, dass Weine keinesfalls verfälscht, sondern ihnen zusätzliche Tiefe verleiht. Es entstehen Rotweine mit blitzsauberer, lebendiger Frucht, kräftiger Struktur, feinem Tannin – aber - ohne Holznoten. Weine, die es zu erkunden lohnt! Lassen Sie sich überraschen!

Elisabetta Foradori greift mit ihren Amphorenweinen weit auf die Ursprünge des Weinausbaus zurück. Sie bedient sich dabei historisch betrachtet der weltweit ältesten Form der Weinherstellung, die schon vor sechstausend Jahren in Georgien, der Wiege der Weinkultur, zu Füßen des Kaukasus praktiziert wurde.
Nach der Mittagspause fahren wir in die Hauptstadt des Trentino, nach Trient. Von einer großartigen Naturlandschaft umgeben liegt die Stadt seit Jahrhunderten an der Schnittstelle zwischen deutscher und italienischer Kultur. Wenn man aus dem Norden den Brenner hinunterfährt, ist Trient die erste rein italienischsprachige Stadt Italiens. Die deutschen Kaiser machten Trient schon früh (1027) zu einem Fürstbistum um sich den freien Zugang nach Italien zu sichern, was der Stadt Macht und Reichtum bescherte. Dass hier zwischen 1545-1563 das wichtige Konzil von Trient abgehalten wurde, dass die Gegenreformation einleiten sollte, ist ein weiteres Indiz für die Bedeutung der Stadt in der Vergangenheit. Zahlreiche prächtige Paläste in der Altstadt legen noch heute ein sehr lebendiges Zeugnis davon ab. Lange Zeit stand die Stadt unter der Schutzherrschaft Österreichs, unter der sie eine weitere Glanzzeit erlebte. Erst im Jahr 1918 kam Trient zu Italien.

Wir bummeln ein wenig durch die malerische Altstadt, genießen das Leben am Rande des Domplatz mit der Kathedrale San Vigilio, dem Palazzo Pretorio und dem Neptunbrunnen.
Das Trentino hat nicht nur großartige und interessante Weine zu bieten. Auch seine Schaumweine bzw. Spumante müssen sich nicht hinter den bekannteren Brüdern aus der Franciacorta in der nahegelegenen Lombardei verstecken.
Hört man Ferrari, denk man automatisch an schnelle rote Autos und vielleicht noch an Michael Schumacher. In Deutschland weniger bekannt aber in Italien berühmt sind die Schaumweine der Familie Ferrari. Eine Wissenslücke, die wir gerne schließen. Deshalb besuchen wir heute bei Ferrari die sehenswerten Weinkeller für Spumante. Die Geschichte des Hauses Ferrari nahm ihren Anfang mit dem jungen Giulio Ferrari, der sich Ende des vorletzten Jahrhunderts im legendären Weinbauinstitut in Montpellier einschrieb um dort alles über die natürliche Flaschengärung, über die Produktion von Champagner zu lernen. Als er in seine Heimat Trentino zurückkehrte, pflanzte er als erster aus Frankreich mitgebrachte Reben an und produzierte davon 1902 im Familienpalazzo die erste Flasche seines Spumante. Daraus entwickelte sich eine Erfolgsgeschichte, die bis heute andauert. Heute führen seine Enkel das Unternehmen. Alle Spumante aus dem Hause Ferrari werden nach der Metodo Classico (Champagnermethode) hergestellt und reifen für mehrere Jahre auf ausgewählten Hefen aus eigenen Kulturen.

Nach Besichtigung der großartigen Weinkeller werden wir einige Kostproben der Ferrari-Spumante degustieren. Fahrt zurück ins Hotel am frühen Abend. (HP)


7. Tag:
Heimreise Nach dem Frühstück heißt es nun Abschied nehmen und die Rückreise antreten. (F)


Unser TIPP: Wenn Sie schon im Veneto sind, sollten Sie vielleicht einen Tag für den Besuch von VENEDIG einplanen, dass mit dem Pkw nur ca. 1 Fahrstunde weit entfernt liegt. Gerne buchen wir Ihnen eine Verlängerungsnacht im Hotel.

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Leistungen:

Unterbringung im Hotel 4* mit HP bzw. Ü/F (ÜF = Übernachtung mit Frühstück / HP = Halbpension mit Frühstück und Abendessen), alle Transfers mit lokalem Begleitbus an den Tagen 2. bis 6., Bootsfahrt, lokaler Stadtführer in Verona, besprochene Weinproben, deutschsprachige und weinkundige Reiseleitung durch Kultur- & Weinbotschafter Rudolf Hoffmann.
Nicht inbegriffen: Eintrittsgebühren und Trinkgelder
Hinweis: Die Auswahl der genannten Weingüter kann sich betriebs- und terminbedingt ändern. In diesem Falle bieten wir gleichwertige Alternativen an.

Reisetermine und Preise:
Weinkultur im Veneto und Trentino
Preis:Preis:          980,- EUR ab / bis Gardasee Hotel
EZ-Zuschlag + 160,- EUR
Termin:IT-WEGT18a  05.10.2018 - 11.10.2018
Teilnehmer:10 bis 20
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