Die Welt des Weins ist Groß und Rund und bietet von A wie Argentinien bis Z wie Zypern mit unseren Weinreisen so manch Überraschendes und Interessantes zu entdecken.

Frankreich

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FRANKREICH Weinstudienreise ins Bordelais

GRAND CRUs und ihre kleinen Brüder
Zusammenfassung:

Frankreich ist eine große Weinnation, die wie kaum eine andere auf der Welt so viele großartige Weine hervorbringt. Die Weinlandschaften Frankreichs sind alle sehenswert, wobei jede Region ihren eigenen Charme und Eigenschaften hat. Hinzu kommen die unterschiedlichen Weine mit jeweils anderen Anbau- und Ausbaumethoden. Auch hier hat Frankreich in den vergangenen Jahrhunderten mit Innovation und stetigem Streben nach besseren Qualitäten sehr viel Positives bewirkt und neue Maßstäbe für den Weinbau gesetzt. Letztendlich nimmt noch heute jeder Spitzenwinzer in der Welt irgendwann Maß an Bordeaux. Um sich mit den dortigen Weinen zu beschäftigen, sind Wein-Reisen in unser Nachbarland daher auf jeden Fall ein ganz besonderes Erlebnis.
Denkt man an Frankreich und seine berühmtesten Weine, Châteaux  und Appellationen, denkt man unweigerlich an Bordeaux. Bordeaux ist neben Burgund und der Champagne wohl das berühmteste Weinanbaugebiet Frankreichs und das größte zusammenhängende Weinanbaugebiet der Welt. Hier wird ein Drittel des gesamten französischen Qualitätsweins produziert. Rund 3000 Châteaux erzeugen unter Ihren oft prestigeträchtigen Namen Weine von Weltruf. Mit einem erstaunlichen Spektrum, das von teilweise recht preiswerten Qualitäten bis hin zu absoluten Weltklasseweinen reichen. Diese zählen dann auch zu den teuersten der Weinwelt.

 
VinArTours Servicetelefon: (06326) 96 757 63
 
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Ausführliche Info:

Bordeaux ist eine alte Hafenstadt am großen Fluss Garonne, an dessen linken und rechten Ufern sich berühmte Weinanbaugebiete befinden.  Erleben Sie mit unserer VAT-Weinstudienreise die Stadt als Ausgangspunkt und Namensgeber ihrer berühmten Appellationen. Besuchen sie mit uns einige der bekannten und weniger bekannten traditionellen Weingüter (als Château = Schloss bezeichnet). Lernen Sie die malerische Landschaft des Bordelais und seine beschaulichen Ortschaften kennen. Frankreich ist die Heimat der Haute Cuisine und Wiege der Weinkultur. Außer den spannenden Weingutsbesuchen und den Begegnungen mit sympathischen Winzerfamilien und Kellermeistern werden wir deshalb auch die kulinarischen Genüsse nicht zu kurz kommen lassen. Genießen Sie die unterschiedlichen kulinarischen Spezialitäten der Region. Besonders die Liebhaber von Meeresfrüchten kommen hier voll auf ihre Kosten. Diese meeresnahe Ecke Frankreichs steht für eine exzellente Küche, großartige Weine und pure Genussmomente, die das Herz eines jeden Gourmets höher schlagen lassen.
In vier Tagen zeigen wir Ihnen „aus unserer Sicht“ die schönsten und interessantesten Weingüter und Seiten der berühmten Appellationen der Weinregion Bordeaux. Für uns öffnen sich einige Türen der ganz großen und renommierten Châteaux wie Château MARGAUX, Château SMITH HAUT LAFITTE oder Château D´YQUEM. Unter der kompetenten Reiseleitung von Rudolf Hoffmann besichtigen Sie Weinberge und Keller, lernen viele Châteaubesitzer persönlich kennen und verkosten natürlich überall auch die aktuellen Weine und so manchen „Edlen Tropfen“. Dabei ergeben sich viele gute Kontakte und fachliche Gespräche mit den Besitzern und Mitarbeitern der verschiedenen Châteaux. Durch vielfaches Probieren im Kreis Gleichgesinnter stellt sich im Rahmen unser Wein-Studien-Reise immer wieder die Frage, wo genau kommen die Weine von solch besonderer Qualität her, was bestimmt das Terroir, wie werden sie bereitet, welche Kellertechnik steckt dahinter und wer und was beeinflusst die Unterschiedlichkeit der Weine. Die Weine des Bordelais sind Legende. Tauchen wir zusammen in die Welt dieser berühmten bis legendären Weine ein.


Bonne dégustation et Bon voyage!

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Reiseverlauf:

1. Tag: Individuelle Ankunft im Hotel 4* in Bordeaux (mit eigenem PKW, Flug oder mit dem Schnellzug TGV).

2. Tag: Um 8:00 Uhr Begrüßung durch Ihre VAT-Weinreiseleitung und kurze Einführung in unser Reiseprogramm. Anschließend bringt uns der Bus in die Appellation Côtes de Bourg, von Bordeaux aus stromabwärts am rechten Ufer des Flusses gelegen. Die immerhin fast viertausend Hektar Rebfläche dieser erstaunlicherweise recht unbekannten Appellation sind überwiegend auf Rotwein von sehr beachtlicher Qualität spezialisiert. Leider oder vielleicht auch zum Glück der Weinfreunde mit kleinerem Portemonnaie werden diese Weine meist verkannt, obwohl sie teilweise von hoher Qualität sind und mit das beste Preis-Leistungs-Verhältnis im Bordeaux bieten. Auf der gegenüberliegenden Seite der Gironde, mit der kleinen Fähre nur 20 Minuten entfernt, liegen die weltberühmten Appellationen Margaux und Paulliac. Dort produzieren einige Chateaux wie Château Margaux, Château Mouton-Rothschild, Château Lafite-Rothschild oder Château Latour einige der teuersten Weine der Welt. Weine, die oft Flaschenpreise von mehr als 1.000 EUR erzielen.
Im Gegensatz zu den Weinlagen der Appellationen auf der anderen Seite der Gironde, geht es an den Côtes de Bourg jedoch noch sehr familiär und bodenständig zu. Hier gibt es noch Weingüter zu entdecken, die angesichts der unglaublichen Preisspirale in den berühmten Appellationen des Bordeaux-Gebiets sehr schöne Weine zu moderaten Preisen anbieten. Guten Weinen aus Bourg wird in geeigneten Jahrgängen ein großes Entwicklungspotenzial und entsprechende Lagerfähigkeit zugesprochen.

Sehr feine Weine hat zum Beispiel das Château Fallfas zu bieten, das wir heute Vormittag besuchen werden. In seiner Stilistik erinnern seine Weine an die „großen Brüder“ aus Pomerol und Saint Emilion, was natürlich auch daran liegt, dass Merlot (wie dort üblich) den Löwenanteil der Cuvées ausmacht
Das Château Fallfas zählt zu den Aushängeschildern der Region “Côtes de Bourg". Seit 1988 ist das Château im Besitz von Veronique und John Cochran. Veroniques Vater gehört zu den Pionieren des biodynamischen Weinbaus in Frankreich. Heute zählen er und seine Weine zur Avantgarde der Region Côtes de Bourg. Die Weine von Château Falfas können aus unsere Sicht problemlos mit so manchem Cru aus Medoc, Saint Emilion oder Pomerol konkurrieren.
Anschließend fahren wir auf kleinen Nebenstraßen durch die Weinbaugebiete von Saint-Emilion und Pomerol. Mehr als die Hälfte aller Weingüter in Saint-Emilion bestehen noch heute aus weniger als drei Hektar. Selbst das Super-Weingut Petrus in Pomerol kommt gerade auf elf Hektar.


Gegen Mittag erreichen wir Château de Presac (Grand Cru Classé), schön gelegen auf der Hangkante des Kalkplateaus von Saint-Emilion über dem Dordognetal. Wegen seiner exponierten Lage wachsen die Reben des Weingutes auf unterschiedlichsten Terroirs. Auf einer Fläche von 36 Hektar und einem Höhenunterschied von 80 m werden Weinreben auf dem Plateau, den terrassierten Hängen und in der Talebene angebaut.
Im Rahmen unseres Mittagessens mit Weinprobe und Betriebsführung auf Château de Presac werden wir diese Terroirs und seine Weine kennenlernen.


Die nächste Besichtigung und Weinverkostung führt ins ultramoderne und architektonisch sehr gelungenen Château La Dominique (Grand Cru Classé Saint Emilion). Seine 18,5 Hektar Weinberge grenzen direkt an den Besitz von Château Cheval Blanc, von dem es durch eine gut 800 m lange Mauer aus dem 19. Jahrhundert getrennt ist. 25 % des Weinberges gehören zur Kiessandkuppe von Figeac, 75 % bestehen aus eisenhaltigem Sandboden mit gutem Wasserabzug.
Der Wein von Château La Dominique zählt zur Spitzengruppe der Grands Crus Classés, der dritthöchsten Stufe in der Hierarchie der Rotweine von Saint-Émilion. Vom Dach der Vinothek hat man einen sehr schönen Blick hinüber aufs benachbarte und noch berühmtere Super-Weingut Cheval Blanc. Der Wein erreicht zwar nicht ganz die Klasse seines großen Nachbarn, ist aber dennoch einer der besten Grands Crus Classés von Saint-Émilion und – deutlich preiswerter. Er ist vollmundig mit intensiver Frucht, samtig und nachhaltig.


Als Abschluss des Tages besuchen wir (falls die Zeit und das Tageslicht noch reicht) den Weinort Saint-Emilion. Zwei Jahrtausende Weinbautradition und weltbekannt aufgrund seiner edlen und eleganten Weine, ist das Städtchen und Region ein Mekka der Weinfreunde und von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Gelegenheit zu einem kurzen privaten Stadtbummel. Rückkehr zum Hotel am Abend. (F/M)


3. Tag: Heute geht es in die AOC Sauternes, weltbekannt für seine edelsüßen Weißweine. Die Edelfäule gedeiht hier aufgrund der besonderen geografischen Lage die eine hohe Luftfeuchtigkeit bewirkt, die auf die Nähe der Appellation zu den Flüssen Garonne und Ciron zurückzuführen ist. Die außergewöhnlichen Weißweine von Sauternes sind sagenhaft süß und reichhaltig an Glyzerin. Sie entwickeln Aromen von Honig, Akazie, Aprikose und Zitrone und haben eine wunderschöne goldene Farbe.
Für viele wird der Besuch des weltberühmten Weingutes Château d’Yquem einer der Höhepunkte der Reise sein. Die Weine, die hier produziert werden, gehören zu den besten und teuersten Weinen der Welt. Im Jahr 1855 erhielt Château d’Yquem als einziges Weingut aus der Region Bordeaux die Klassifikation "Premier Grand Cru Classé Supérieur". Das Chateau konnte seine herausragende Position seit dem vorletzten Jahrhundert unangefochten behaupten. Château d`Yquem war damals außer Konkurrenz und ist es heute auch noch.
Anschließend bringt uns der Bus in kurzer Zeit von Château d’Yquem nach Bommes in der AOC Sauternes. Zur zweiten Besichtigung und Verkostung des Tages besuchen wir Château Sigalas-Rabaud (Premier Cru Classé), das kleinste Premier Cru -Weingut der Region. Die Besitzer von Château Sigalas-Rabaud, Emmanuel de Lambert de Granges und ihr Vater, sind besonders den schönen Künsten eng verbunden. So verwundert es nicht, dass sie ihren Barriqueweinkeller auch als sehenswerte Bildergalerie nutzen.
In diesem schönen Rahmen serviert uns die Tochter des Hauses ein Menü mit den dazu passenden Weinen des Weingutes. Am späten Nachmittag erreichen wir wieder Bordeaux. Gelegenheit zu einem Stadspaziergang durch die geschichtsträchtige Weinmetropole an der Gironde bzw. zum Besuch des Ultramodernen Weinmuseum Cité du Vin (fakultativ).
Dank der jüngsten und sehr gekonnten Sanierungsarbeiten in der Stadt lässt es sich hier gut leben.  Besonders bei jungen Franzosen ist die Stadt neben Paris die erste Wahl. Seit 2007 steht „Bordeaux Port de la Lune“ unter dem Schutz des UNESCO-Weltkulturerbes. Die neuen Kaianlagen öffnen die Stadt zum Fluss hin und laden zu Spaziergängen ein. Hinter der wunderschönen Kaifassade aus dem 18. Jahrhundert liegen die geschichtsträchtigen Gassen der Altstadt mit einer Vielzahl an Boutiquen, Restaurants, Cafés und Weinbars, Treffpunkt der Bordelaiser Weinszene. (F/M)


4. Tag: Diesen Vormittag fahren wir in die für seine Weißweine bekannte Wein-Region  "Entre-deux-Mers", wohl die landschaftlich schönste Appellation von Bordeauxweinen. Hügel, Wälder und Weiden, uralten Dörfer, Städtchen und Klöster, durchzogen von vielen Bächen und Flüssen, prägen das Landschaftsbild. Die Appellation bezog sich sich bis in die 60iger Jahre ausschließlich auf trockene Weißweine mit weniger als 4 g/l Restzuckergehalt. Der vorwiegend ton- und kieshaltige Boden eignet sich besonders gut für Weißweine, welche hauptsächlich aus den Sorten Sauvignon Blanc, Sémillon und Muscadelle gekeltert werden.
Heute sind wir zu Gast auf dem BIO-Weingut und Schloss Château de Castelnau des Viscount (Grafen) Loïc de Rocefeul.
Der Graf persönlich wird uns im Rahmen unserer Weinprobe u.a. einen Wein von mehr als 100 Jahre alten Sémillonreben anbieten. Von Reben, die sein Großvater nach der Reblaus-Katastrophe im 19. Jahrhundert, als Vorreiter der neuen Veredelungstechnik auf Unterlagsreben aus den USA pfropfen ließ.
Der gesamte Besitz, umringt von Wäldern und Getreidefeldern, besteht aus 30 Hektar Weinbergen. Das Weingut setzt voll auf „Biologische Schädlingsbekämpfung“. Die Weißweine der Herkunftsbezeichnung Entre-deux-Mers und die Rotweine „Bordeaux Supérieur“ des Weingutes werden von den Kritikern der Fachpresse sehr geschätzt und sehr oft in renommierten französischen Weinführern erwähnt.


Anschließend geht es weiter zum BIO-Weingut Château Canon La Gaffelière (Premier Grand Cru Classé), wo wir, nach der Mittagspause in einem netten Restaurant, zu Gast beim Grafen von Neippberg sein werden. Das 18 Hektar-Château gehört seit seiner Übernahme 1985 durch Stephan von Neipperg ganz sicher zu den Stars des Saint Émilion. Der Deutsche Stephan Graf von Neipperg hat in Frankreich z.T. die französische Weinwelt revolutioniert. Er galt als ÖKO-Revolutionär, als er Mitte der Achtziger auf Canon La Gaffelière anfing. Der einiges anders machte als allgemein üblich war. Er hatte einen Betrieb geerbt, auf dem 20 Jahre lang massiv Herbizide, Insektizide und Kunstdünger eingesetzt worden waren. Da war kein Leben mehr im Boden. Solch einen Weinbau wollte er nicht betreiben. Mit großem Elan macht er sich an die Aufgabe, das zuvor wenig gepflegte Anwesen zu neuer Blüte zu führen.
Er gab den Böden Gelegenheit sich zu erholen und begann auf einen umweltschonenden und respektvolleren Weinbau hinzuarbeiten. Stephan von Neipperg hat im Bordelais eine wirklich neue Denkweise eingeführt. Er ist heute in Bordeaux hoch angesehen, Vizepräsident der Union des Grands Crus de Bordeaux  und gilt vielen Bordeauxwinzern als Vorbild.
Seit 2012 ist Chateau Canon la Gaffeliere in den Olymp der höchsten Saint-Emilion-Klassifikation aufgestiegen. Ein Besuch des Weingutes (eventuell mit der Gelegenheit zu einem persönlichen Gespräch mit dem Wein-Grafen) dürfte ein weiterer Höhepunkt unserer Weinstudienreise werden. Freuen wir uns auf eine interessante Besichtigung und gute Gespräche.


Auf der Rückfahrt nach Bordeaux besuchen wir noch einen Landmaschinenhersteller, um einen neuartigen 3x3-Traktor für den Weinbau kennenzulernen.
Die schonendste Bodenbearbeitung im Weinberg ist und war traditionell bisher nur mit Pferden möglich. Einige wenige BIO-Winzer setzen daher auch heute noch ganz bewusst Pferde im Weinberg ein. Jedoch dort, wo ein Pferd aus Platzgründen nicht arbeiten kann, musste eine leistungsstarke, aber naturschonende technische Lösung gefunden werden. Ein Biowinzer des Bordelais suchte daher einen schonenden aber pragmatischen Weg um dieses Problem zu lösen.
Er fand einen französischen Landmaschinenhersteller aus Burgund, der bereit war sich seine Ideen anzuhören und beriet ihn bei der Entwicklung eines Hightech- und 3-rädrigen Multifunktionsgerätes. Das Endergebnis war der CHEVAL 3x3, ein 3-rädriger Überzeilen-Portaltraktor. Das Gerät ermöglicht durch eine Verteilung der Last auf 5 Punkte und eine Auflockerung des Bodens hinterher eine sehr, sehr schonende Bodenbearbeitung. Wir werden uns beim Besuch eines Landmaschinenhandels ein eigenes Bild von diesem innovativen BIO-Technischen Gerätes machen. Ankunft in Bordeaux am Abend. (F/M).


5. Tag: Der heutige Tag führt in die Appellationen des „Rive Gauche“, dem linken Ufer der Garonne mit den berühmten Weinbaugebiete des Medoc. Hier findet man die berühmtesten „Grands Crus Classés" von Bordeaux wie Mouton Rothschild, Lynch Bages, Palmer, Lichine, Kirwan, Chateau Margaux etc. sowie zahlreiche Crus Bourgeois.
Als erstes steuern wir jedoch die Tonnellerie Nadalie an, wo in großer Stückzahl Barriqiefässer für den internationalen Weinmarkt produziert werden.


„Barrique oder kein Barrique“, ein Thema das viele Weinfreunde stark interessiert und bewegt. Darüber wollen wir uns beim Besuch der Tonnellerie Nadalie ein besseres Verständnis verschaffen. Die Familie Nadalié ist seit fünf Generationen im Böttcherhandwerk tätig. Die Kunst des Fassbindens gehört hier somit zum Familienerbe.
Mit Hilfe von Feuer und Wasser bringt der Bötchermeister das Fass in Form. Anschließend erfordert die Toastung mit offenem Feuer im Faß höchste Sorgfalt. Dabei werden die chemischen Prozesse, die dem Fass seine organoleptischen Eigenschaften verleihen, für jeden Kunden nach individuellen Vorgaben ausgelegt. Ziel ist die perfekte Harmonie von Wein und Holz. Dank dieser gemeinsamen Bemühungen entfaltet im Weinkeller das Endprodukt schließlich ein Aromenbukett nach Maß.
Allerdings produziert die Familie nicht nur viele tausend Fässer für den internationalen Weinbau. In ihrem Besitz befinden sich auch zwei sehr angesehene Châteaux (Château Beau Rivage und Clos La Bohème), die unter der Leitung von Tochter Christine Nadalié einen sehr guten Ruf genießen.


Nach den Besichtigungen fahren wir weiter hinein ins Medoc zu unserem ersten Weingut, dem Château du Tertre in der Appelletion Margaux. In der Klassifikation von 1855 als Cinquième Cru Classé eingeordnet, ist Château du Tertre das perfekte Beispiel eines klassischen Châteaus im Bordeaux. Ein liebevoll renoviertes, wunderschönes Weingut auf einem Hügel, umgeben von einem Meer aus Rebstöcken.
Das Gut umfasst eine Größe von 52 Hektar. Die Rebflächen verteilen sich auf 40 % der Rebsorte Cabernet Sauvignon, 35 % Merlot, 20 % Cabernet Franc und 5 % Petit Verdot. Das Gut erzeugt in normalen Jahren ca. 300.000 Flaschen Rotwein. Etwa 60–70 % gehen in den Grand Vin. Die verbleibende Menge geht in den Zweitwein von du Tertre, der Les Hauts du Tertre.
Alle Weine seit 1995 liegen mit Weinbewertungen von mindestens 86 Parker-Punkten im hochklassigen Segment. Bei einer Weinprobe werden wir uns davon selbst überzeugen können.

Nach der Mittagspause in einem netten Restaurant geht es zu einem der ganz berühmten Weingüter des Medoc, dem Château Margaux.

Das Weinbaugebiet Margaux im Medoc ist aufgrund seines Rotweines weltberühmt. Unter den großen Rotweinen des Médoc zeichnet sich der Margaux durch seine besondere Finesse aus. Die unbestrittene Spitze stellt das nach dem Ort benannte Château Margaux (Grand Cru Classé) dar, das wir heute Nachmittag besuchen.
Das Château Margaux erzeugt einen der berühmtesten – und – teuersten Weine der Welt. Seit 1855 trägt Château Margaux den Titel Premier Grand Cru, eines „Ersten Großen Gewächses“, den es sich im Médoc heute mit nur drei weiteren Châteaux teilt.
Das Château Margaux verfügt über eines der besten Terroirs des Médoc. Die Parzellen, auf denen der Château Margaux erzeugt wird, sind im Wesentlichen dieselben wie schon 1855. Sie befinden sich ausschließlich in der Gemeinde Margaux und sind teilweise leicht zur Gironde geneigt.
Bei einem Spitzenwein von Château Margaux stehen Bukett und Finesse im Vordergrund. Seiner Langlebigkeit tut dies aber keinen Abbruch. Zur vollen Entfaltung benötigt er auch in kleineren Jahrgängen meist über zehn Jahre. Er legt dabei sogar noch an Körper zu. Am späten Nachmittag geht es wieder zurück nach Bordeaux ins Hotel. (F/M)


6. Tag: „Au revoir Bordeaux“. Heute heißt es Abschied nehmen. Individuelle Abreise nach dem Frühstück. (F)

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Leistungen:

Leistungen: Unterbringung in Hotels 4* mit HP bzw. Ü/F (Mahlzeiten wie angegeben ÜF = Übernachtung mit Frühstück / F/M = Frühstück und Mittagessen in traditionellen Restaurants auf dem Land mit „Plat du Jour“, alle Transfers mit permanentem Begleitbus, Weinproben mit jeweils 2-5 Weinen und Besichtigungen in den genannten Chateaux, deutschsprachige VAT-Reiseleitung.
Hinweis: Die Auswahl der genannten Chateaux kann sich betriebs- und terminbedingt ändern. In diesem Falle bieten wir gleichwertige Alternativen.

Reisetermine und Preise:
FRANKREICH Weinstudienreise ins Bordelais
Preis:

Preis: 1380,- EUR ab / bis Bordeaux
Gerne buchen wir Ihnen Flüge (z.B. Direktflug ab Straßburg für ca. 210,- EUR / Spartarif - früh buchen!) auf Wunsch ab allen deutschen Flughäfen. Kosten je nach Tarif und Buchungszeitraum  ab 290,- EUR
EZ-Zuschlag:      290,- EUR

Termin:FR-WES18a  09.02.2018 - 14.02.2018
Teilnehmer:12 - 18
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