Die Welt des Weins ist Groß und Rund und bietet von A wie Argentinien bis Z wie Zypern so manch Überraschendes und Interessantes zu entdecken.

Frankreich

Frankreich

Weinerlebnisreise C – Grosse Weinreise zu unbekannten Weinlagen

Auf den Spuren von Pasteur
Zusammenfassung:

Das Mâconnais im südlichen Burgund, die Auvergne, das Perigord und der französische Jura sind das Ziel dieser großen Weinreise. Im großen Bogen erleben wir von Nord nach Süd französische Weingebiete, die bei uns kaum jemand kennt und deren Weine noch weniger bekannt sein dürften.
Sei es der „Schwarze Wein" des Cahors oder der „Gelbe Wein" des Jura. Auch „Strohwein" werden die Wenigsten bisher genossen haben. Das ganze wird abgerundet von einem bunten Kaleidoskop an Besichtigungen und Eindrücken, welche die bereisten Weinbaugebiete und ihre Bewohner prägten und noch prägen.

 
VinArTours Servicetelefon: (06326) 96 757 63
 
Zusammenfassung  ·  Ausführliche Info  ·  Reiseverlauf  ·  Leistungen  ·  Termine & Preise
Ausführliche Info:

Daher sind uns bei dieser Reise „echte Begegnungen" mit den entsprechenden Weinproduzenten besonders wichtig, die wir in ihren Weinkellern besuchen um die entsprechenden Weine zu degustieren. Sei es ein mondänes Château oder ein kleiner Familienbetrieb, eines ist sicher. Dort wo Wein mit viel Liebe und Herzblut produziert wird, schmeckt er auch am besten.

VinArTours Servicetelefon: (06326) 96 757 63
 
Zusammenfassung  ·  Ausführliche Info  ·  Reiseverlauf  ·  Leistungen  ·  Termine & Preise
Reiseverlauf:

1. Tag: Abfahrt im komfortablen 4* Fernreisebus um 10:00 Uhr ab Mannheim Hauptbahnhof. Gegen Abend erreichen wir unser Hotel in Cluny. (1 Hotelübernachtung 2* / HP)

2. Tag: Das Kloster Cluny war das geistige Zentrum der mittelalterlichen Christenheit und Sitz des größten mittelalterlichen Ordens des Abendlandes. Besichtigung der „Mayor Eclesias" des Klosters Cluny, der Ruine der größten mittelalterlichen Kathedrale vor Errichtung des Petersdomes in Rom. Wo Mönche Weinbau betrieben, ließen sich die Früchte ihrer Arbeit stets sehen bzw. gut trinken. Das war und ist immer noch so. Speziell den weinseeligen Dominikanern und später auch den Zisterziensern hat die Weinwelt viel zu verdanken. So verdankt auch das Maconnais den Mönchen von Cluny viel Erfahrung im Umgang mit Wein. Besonders die üppigen, erdig-würzigen Weißweine auf der Basis von Chardonnay müssen sich nicht hinter ihren berühmten Brüdern von der Côte de Beaune verstecken, sind aber deutlich preiswerter! Weinprobe im Château Pierreclos, einem imposanten Schloss aus dem 12.-14. Jhd., dessen Weinlagen für hervorragende Weißweine bekannt sind.
Gegen Abend erreichen wir unser Hotel im postmondänen Kurbad Chatelguyon bei Clermont Ferand. (2 Hotelübernachtung 3* / HP)

3. Tag: Der heutige Tag steht unter dem Motto Wein & Vulkane. Bedingt durch den Vulkanismus finden sich rings um das Zentralmassiv wie an einer Perlenkette viele kleinere und größere Mineralbäder und auf den fruchtbaren vulkanischen Verwitterungsböden gedeiht auf den kleinen aber feinen Weingütern so manch guter Tropfen Wein. Zum Auftakt des Tages fahren wir zu unserer ersten Weinprobe in Châteaugay an den Côtes-d'Auvergne, in der Nähe der Stadt Clermont-Ferrand.
Das Gebiet der heutigen Auvergne war vor über zwanzig Millionen Jahren ein riesiger Berg. Lava und Schlackeschichten hatten ihn bis zu einer Höhe von etwa 3000 Metern aufgetürmt. Fahrt hinauf zum Puy-de-Dôme, einem 1465 m hohen, erloschenen Vulkanberg westlich von Clermont-Ferrand.
Von hier oben hat man den besten Ausblick auf die großartige Bergkette der Puys. Ihre 80, kaum 10 000 Jahre alten Vulkane, bilden eine einzigartige Vulkanlandschaft.

4. Tag: Quer übers Zentralmassiv geht es weiter ins Perigord nach Montignac. In der Nähe des Ortes befindet sich Lascaux 2, die Kopie einer der großartigsten Höhlen mit steinzeitlichen Felsbildern überhaupt. Aufgrund der kunstvoll ausgeführten Höhlenmalereien von Wildpferden, Auerochsen, Pferden, Rentieren und Mammuts wird sie auch gerne als „Sixtinische Kapelle" der Steinzeit bezeichnet.
Vor dem Abendessen geht es zur Einführung in das Weinbaugebiet von Bergerac zu einer ersten Weinprobe mit Herrn Julien Montfort de Savignac, Präsident der Weinbauvereinigung von Bergerac. (2 Hotelübernachtung 3* / HP)

5. Tag: Die Côtes-de-Bergerac stehen ganz unverdientermaßen im großen Schatten der Bordeauxweine. Die Weine aus Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc und Malbec bei den Roten, sowie Sémillion, Sauvignon Blanc und Muscadelle bei den Weißen, stehen den Bordeauxweinen sehr nahe. Bei drei Weindegustationen auf den Weingütern von Terre Vielle und Château Tiregand, einem Weingut im Besitz der Familie des berühmten „Wüstenpoeten Antoine de Saint-Exuperé, können wir uns persönlich vom hohen Stand des Weinbaues in dieser Region überzeugen. Falls die Zeit es ihm erlaubt, führt uns Baron Francois-Xavier de Saint-Exupéry gerne persönlich in seinen Weinkeller.
In Château Montbazillac degustieren wir den schweren, edelsüßen weißen Desertwein von Montbazillac. Der Wein, der vergleichbar dem Sauternes, gern zur Gänseleberpastete gereicht wird, erfreut die Geschmacksknospen durch unvergleichliche Aromen. Ein Besuch der Stadt Bergerac rundet den Tag ab.

6. Tag: Fahrt nach Château Milandes. Eine malerische mittelalterliche Burg über dem Dordognetal, die sich die schwarze Varietétänzerin Josefine Bacer (Bananentanz) 1932 als „Märchenschloß und Waisenhaus" für ihre 11 Adoptivkinder ausbauen ließ. Eine Besichtigung des Schlosses schließt eine Ausstellung über das bewegte Künstlerleben dieser beeindruckenden Frau mit ein. Weiter geht es die Dordogne aufwärts nach Souillac mit seiner großartigen Kathedrale. Malerische alte Städtchen und Siedlungen sowie auf steilen Felsnasen sitzende Burgen und Schlösser mit spitzen Türmen bilden links und rechts des Flusses eine einzigartige Kulturlandschaft. Gegen Mittag erreichen wir unser Hotel in Cahors im Tal des Lot, Heimat der berühmten tiefdunklen Auxerrois-Weine. Der Wein, der im 19. Jhd. mit dem Bordeaux konkurrierte und tatsächlich tiefschwarz war, wird traditionell aus der Malbec-Traube gewonnen, heute jedoch teilweise auch mit der geschmeidigeren Merlot oder auch Tannat verschnitten und ist daher weniger dunkel. Nachmittags werden wir drei Weinproben der Appellation Cahors vornehmen. Sie führen uns nach Château Mercues, mit seinem beeindruckend gestylten modernen Weinkeller, nach Chateâu Caix, dem privaten Weingut des „Prinzen von Dänemark" sowie Clos de Gamot. Letzteres ist seit Jahrhunderten im Besitz der Familie Jouffreau, deren Patron, Jean Jouffreau, sich um die Wiederbelebung des Cahorsweines besonders verdient gemacht hat. Sein Nachfolger, Yves Hermann Jouffreau, Präsident der Weinbauvereinigung von Cahors, wird uns persönlich seine in bester Familientradition angebauten Rotweine kredenzen. Entsprechend dem Terroiregedanken werden die Weine nicht als Cuvée, sondern zu 100% aus Malbec und nach ökologischen Kriterien ausgebaut. Eine Weinlese per Hand und die Lagerung von 18 - 24 Monaten in mächtigen, traditionellen Holzfudern bewirken das ihre, um ganz hervorragende, vielfach hochprämierte und je nach Jahrgang sehr individuelle Weine zu erhalten. Weine, die sich durch eine lange Lagerfähigkeit auszeichnen und wie alle Cahorsweine wegen der starken Tannine erst nach 6-10 Jahren Lagerung getrunken werden sollten. (2 Hotelübernachtung 3* / 1x HP, 1x Ü/F)

7. Tag: Zur freien Verfügung. Eine gute Gelegenheit in der schönen Altstadt mit südfranzösischem Flair herum zu bummeln sowie die eindrucksvolle Kathedrale und die mit mächtigen Türmen bewehrte mittelalterliche Valentré-Wehrbrücke zu besichtigen.

8. Tag: Wir verlassen das Perigord und erreichen am frühen Abend unser Hotel in Arbois im Weinbaugebiet des französischen Jura, das sich parallel zur Côte d´Or über einen schmalen Streifen von ca. 5 km Breite über die kalk- und Mergelhaltigen Hänge des Jurawestrandes und der Saône hinzieht. Es ist ein kleines, feines und wenig bekanntes Anbaugebiet mit etwa 1500 Hektar Rebfläche. (2 Hotelübernachtung 3* / HP)

9. Tag: Der berühmteste Sohn von Arbois und einer der größten Wissenschaftler seiner Zeit, Louis Pasteur, revolutionierte mit seinen bahnbrechenden wissenschaftlichen Untersuchungen und Erkenntnissen zur Haltbarmachung von „Wein, Essig, Bier und sonstiger Lebensmittel (Pasteurisierung!)" die Lebensmittelindustrie des 19. Jahrhunderts. Seine Studien und Erkenntnisse wurden zum der Grundstein für die Oenologie, der Wissenschaft des Weins. Bei den Winzern von Arbois galt er, was den Wein betraf, als Zauberkünstler. Traten Probleme im Weinkeller auf, wandte man sich stets vertrauensvoll an ihn. Ein Besuch im „Maison Pasteur" führt zurück in die Lebens- und Arbeitswelt des großen Wissenschaftlers. Am Ortrand von Arbois liegt der Weinberg „Vigne de Pasteur" indem der große Gelehrte 1878 seine Experimente über die „Gärung der Weintrauben" durchführte und dabei die Hefen als Erreger der Gärung nachwies. Entlang dieses geschichtsträchtigen Weinberges gelangen wir zum Ort unserer ersten Weinprobe auf die Domaine Les Bruyères der Familie Jacques Tissot, wo uns Tochter Nathalie ihre Weine vorstellt. Klimabedingt eignet sich das Jura besonders gut für den Anbau von trockenen und eleganten Weißweinen, die auch bei der Herstellung von guten Schaumweinen Verwendung finden. Die weißen Weine werden aus der hellroten Poulsard-Traube oder der Chardonnay gewonnen, manchmal auch mit ein paar Anteilen Savagnin gemischt.
Eine Spezialität des Jura ist der Vin de paille (Strohwein). Die dazu verwendeten Trauben der Sorten Poulsard, Chardonnay und Savagnin werden während mehrerer Monate zum Trocknen in Fruchtkisten auf ein Strohbett gelegt oder in kalttrockenen Dachspeichern aufgehängt. Durch diese „Spezialbehandlung" erhält man sehr zuckerhaltige Trauben. Nach dem Keltern wird der Wein 2-3 Jahre in Eichenfässern gelagert. 100 kg Trauben ergeben ca. 18 l Traubensaft bzw. einen Wein, der über 50 Jahre lagerfähig bleibt. Ein süffiger und voller Wein, der zum Aperitiv gereicht werden kann, zu Gänseleber und Desserts.
Nach unserer Weinprobe geht es zur nächsten Weinprobe nach Château Chalon, einem Weinort, mit eigener Appellation Controllée, der sich ganz der Produktion des berühmten und sehr seltenen „Vin Jaune (gelber Wein)" verschrieben hat. Einem schweren, bernsteinfarbenen Weißwein, der vom Geschmack her an spanische Sherrys erinnert und der „typischste Wein" des Jura ist. Er wird aus der Savagnin-Traube gewonnen und muss mindestens 6 Jahre in Eichenfässern unter einer Florhefeschicht reifen um sein kräftiges und unverkennbares Bukett zu entwickeln. Ein guter Jahrgang kann sich über 100 Jahre halten!

10. Tag: Rückfahrt nach Deutschland. Ankunft in Mannheim gegen 15:00 Uhr.

 

VinArTours Servicetelefon: (06326) 96 757 63
 
Zusammenfassung  ·  Ausführliche Info  ·  Reiseverlauf  ·  Leistungen  ·  Termine & Preise