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IRAN Wüstenkulturen des alten Persiens

IRAN und seine Wüsten
Zusammenfassung:

Das alte Kulturland Iran bietet nicht nur unvergleichliche architektonische und kulturhistorische Sehenswürdigkeiten, sondern es besitzt auch eine faszinierende landschaftliche Vielfalt. Fruchtbaren Tiefebenen  wechseln sich ab mit Wüstengebieten, kargem Hochland und Gebirgsketten mit schneebedeckten Gipfeln von bis zu 5600 Metern. Das alte Persien war stets eine Brücke, Schmelztiegel als auch eine Wiege der Zivilisationen, mit einer der ältesten Zivilisationen der Menschheit überhaupt. Eine Wiege, der berühmte Baumeister, Dichter, Eroberer, Wissenschaftler und Philosophen entstammen.

 
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Ausführliche Info:

Bei dieser Reise liegt der Schwerpunkt auf seiner uralten WÜSTEN- und STEPPEN- Kultur sowie den Begegnungen mit seinen eindrucksvollen Menschen, die wir als aufgeschlossen und freundlich kennen und schätzen lernen werden. Das Kopftuch der Iranerinnen ist heute teilweise schon ein trendiges Accessoire und ein Teil ihres persönlichen Protestes. Überhaupt sind iranische Frauen gegenüber dem ausländischen Gast oft recht „aufgeschlossen!“ Ein Selfie mit dem Gast aus dem Westen. Welcome, how are you?

Besonders Teherans Weltoffenheit wird uns verblüffen. Mit dem nötigen Respekt im Gepäck nähern wir uns auf dieser Reise den unterschiedlichsten Seiten des Gottesstaates. Bummeln durch Basare und Shoppingmalls. Lernen  die unbekannte, weibliche und männliche Parallelwelt der modernen iranischen Menschen kennen. Wir erfahren und erleben jedoch auch die Geschichte, das religiöse Umfeld und die kaum vermutete Toleranz gegenüber Christen (Armenier), Parsen und Juden. Bekommen einen lebendigen Eindruck von den Traditionen, der Poesie und der Kochkunst dieses faszinierenden Landes, des unvergänglichen Persiens.

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Reiseverlauf:

1. Tag (Sa): Nachtflug von Frankfurt nach Mashhad (14:50 – 02:05 Uhr). Nach Abschluss der Einreiseformalitäten Transfer ins Hotel. (3 Übernachtungen)


2. Tag: Mashhad ist die zweitgrößte Stadt des Landes und gilt als die als heiligste Stadt des Iran. Hauptanziehungspunkt für die rund 15 bis 20 Millionen Pilger, die Mashhad jährlich besuchen, ist der Imam-Reza-Schrein. Ein Bauwerk, das als eines der sieben Heiligtümer des schiitischen Islams gilt. Da es sich um das einzige Grabmal der schiitischen Imame auf iranischem Boden handelt, hat es bei der iranischen Bevölkerung verständlicherweise einen besonders hohen Stellenwert. Besonders abends hat man bei Betrachtung des Bauwerks den Eindruck von 1001 Nacht.
Neben seinem religiösen Aspekten hat Mshhad jedoch noch sehr viel mehr zu bieten. Neben dem stets sehenswerten Reza Basar besuchen (Beliebt ist das Mitbringen von Safran an diejenigen, die zu Hause geblieben sind.) wir das Nader Shah Mausoleum. Nachmittags besuchen wir ca. 40 Km außerhalb der Stadt das Grabmal des persischen Dichterfürsten Ferdowsi. Der bedeutendste persische Dichter wurde in 939 n. Chr. unter einem anderen Namen geboren, aber seine Zeitgenossen nannten ihn dank seines Beitrags zur Weltliteratur bald den ‚Paradiesischen‘. Sein Hauptwerk ‚Das Königsbuch‘ erzählt in 60.000 elfsilbigen Doppelversen von den Anfängen der Geschichte des iranischen Reiches bis zur Eroberung durch die Araber.


3. Tag: Tagesausflug nach Neyshaour, wo wir das Grabmal von Omar Chayyam, eines weiteren berühmten persischen Dichtes besuchen. In einer schönen Parkanlage liegt das Mausoleum des Dichters und Wissenschaftlers Omar Khayyam, der im 11. Jahrhundert lebte. Omar Khayyam war einerseits ein hervorragender Mathematiker, Astronom und Wissenschaftler, ("Ein Mathematiker, der nicht auch etwas Poet ist, wird nie ein vollkommener Mathematiker sein." – Karl Weierstraß) andererseits war er auch ein Mystiker und beschreibt in seinen Versen fast ausschließlich die Vergänglichkeit des Lebens. Deshalb mahnt er in allen Versen die Freuden des kurzen Lebens zu genießen bejaht eine ekstatische Liebe und rauschhafte Sinneswahrnehmungen mit Unterstützung durch  große Mengen von Wein!
In einem weiteren Park, den wir besuchen werden, liegt das Mausoleum des Farid ad-Din Attar. Er lebte im 13. Jahrhundert, war Apotheker und mystischer Dichter.
Am späten Nachmittag kehren wir zurück nach Mashhad.


4. Tag: Früh morgens brechen wir auf um bei der Fahrt der größten Mittagshitze zu entgehen. Auf dem Weg nach Gonabad werden wir die eindrucksvolle Qutb al-Din Heydar (Moschee und Grabmal) besichtigen.

Auf der Weiterfahrt durch die Wüste erblicken wir kleine Hügel, die sich wie an einer Perlenkette durch die Landschaft ziehen. Von oben betrachtet erweisen sie sich als Einstiegsschächte, die in die Unterwelt eines genialen Wüsten-Wasserversorgungs-Systems fungieren. Mit Hilfe dieser unterirdischen Wasserkanäle konnten in früheren Zeiten (700 bis 500 v. Chr.) Siedlungen über viele Kilometer mit Wasser versorgt werden. Dies als Quanat bezeichneten unterirdischen Kanäle wurden zum UNESCO Weltkulturerbe geadelt.
Gegen Abend erreichen wir Gonabad. Wenn die Zeit es zulässt, besteht noch Gelegenheit zum Besuch der Freitagsmoschee. (1 Hotelübernachtung)


5. Tag: Nach dem Frühstück brechen wir auf zur Wüstenstadt Birjand, in der Provint Süd-Khorosan. Unterwegs unterbrechen wir die Fahrt um in Qaen die Freitagsmoschee zu besichtigen.
Gegen Mittag erreichen wir Birjand, eine Universitätstadt mit starker medizinischer Fakultät. Entsprechend jung und lebhaft ist die Bevölkerung.

Heute Abend wollen wir mal sehen wo „die starken Kerle“ sind. Besuch in einem Zurkhaneh (wörtlich "Krafthaus", wo muskelbepackte Iraner mit viel Schweiß traditionelle Übungen wie „Keulenschwingen“ (eine Keule wiegt ca. 30-40 Kg), "Bogenziehen" oder "Schildstemmen" durchführen. (fakultativ und abhängig von der Interessenslage). Kraftsportler wie diese Herren stellten Mitte der 50iger Jahre unter freundlicher Mithilfe bzw. Führung der CIA (Operation AJAX) die Schlägertrupps, welche die demokratisch gewählte Regierung Mossadegh stürzten und den amerikafreundlichen Shah Mohammad Rezah Pahlavi von Persien nach seinem „ersten Exil“ wieder an die Macht brachten. Einen Alleinherrscher, der sich mit Hilfe des gefürchteten Geheimdienstes SAVAK zu einem der brutalsten Diktatoren der Nachkriegszeit entwickelte. Noch 1971 wünschte sich Richard Nixon mehr Politiker „mit seinem Weitblick“ in der Welt und mit seiner Fähigkeit, eine Herrschaft auszuüben, die im Grunde auf eine „faktische Diktatur wohltätiger Art“ hinauslief!
Heute also ein echtes Kontrastprogramm für historisch Interessierte.(1 Hotelübernachtung)


6. Tag: Fahrt durch die malerischen Martian-Berge via Nehbandan nach Shaiabad. Unterwegs queren wir eine Randzone der Wüste Lut mit schönen Yardang-Formationen (versteinerte erodierte Dünen).
Gegen Abend erreichen wir unser Gästehaus im kleinen Wüstenort Shafiabad.


7. Tag: Lange Tagesfahrt durch die Shahdad-Wüste nach Kerman. Besichtigung des imposanten Ganjali Khan Complex. Ein innerstädtisches architektonisches Gesamtkunstwerk aus der Zeit der Safaviden im alten Zentrum der Stadt. Der Komplex besteht aus einer Schule, einem Platz, einer Karawanserei, einem Badehaus, einem Ab Anbar, einer Münze, einer Moschee und einem Basar.  

8. Tag: Heute bringt uns der Bus nach Yazd. Unterwegs besichtigen wir eine gut erhaltene Karawanerei, die im Mittelalter zum Schutz der Handelsstraßen angelegt wurden.
Die Karawanserei Zein-o Din ist eine der am besten erhaltenen Karawanserei des Iran und eine der wenigen, in einer „runden Form“. Schließlich erreichen wir gegen Abend Yazd, eine der schönsten Städte im Iran. (2 Übernachtungen in Yazd)


9. Tag: Heute haben wir einen ganzen Tag Zeit zur Besichtigung von Yazd. Die 5000 Jahre alte Oasen-Stadt, liegt am Rande der Wüsten Dascht-e Kavir und Dascht-e Lut. Yazd, besticht durch ihre an das Wüstenklima perfekt angepasste Lehmarchitektur: Kuppeldächer über den Häusern, dem Basar, den schmalen Gassen. Windtürme fangen den leisesten Windhauch ein, kühlen die Luft ab, die nach unten sinkt und die Räume klimatisiert. Wasserbecken kühlen die Innenhöfe, Quellwasser fließt aus mehr als 70 Kilometer entfernten Bergen durch unterirdische antike Kanäle in die Stadt. Besonders Besuchens wert, die Freitagsmoschee (12. Jh.) und die Moschee Amir Chakhmâgh. Die Stadt ist auch bekannt als Zentrum des iranischen  Zoroastrismus. Nach der islamischen Eroberung Persiens wurden die meisten Feuertempel im Laufe der Zeit zerstört oder in Moscheen umgewandelt, die Gläubige vertrieben. Um der Islamisierung zu entgehen, flohen die Anhänger Zarathustras entweder nach Indien – oder - in die entlegenen Wüsten des Südiran. So gilt Yazd heute noch als Mekka, Jerusalem oder Rom des Zoroastrismus im Iran. Immerhin bekennen sich 70 Prozent der Yazdi zu dieser altiranischen Religion! In neuerer Zeit wurden im Iran mehrere Feuertempel rekonstruiert bzw. sogar neu gebaut, da der Zoroastrismus dort heute geduldet wird. So konnte 1934 in Yazd auf einem Grundstück indischer Parsen ein Feuertempel errichtet, dessen Feuer aus der benachbarten Stadt Ardakan stammt und seit 470 n. Chr. nicht erloschen sein soll. Der Religionsstifter Zarathustra gründete seine Religion hunderte Jahre vor dem Christentum. Heute hat die Religion weltweit noch ca. 120.000 Anhänger. In Yazd und Umgebung leben noch ca. 20.000 Anhänger dieses Glaubens. Im Tempel des Zarathustra (frei übersetzt „Besitzer des goldenen Kamels“) erfahren wir beim Anblick der „ältesten Flamme der Welt“ mehr über diese besondere und uralte Religion. Für Europäer sehr ungewöhnlich ist auch die „Sonnenbestattung“ oder „Geierzeromonie“. Bei den Zoroastriern ist es üblich, Leichname in runde Türme (DACHMA - Turm des Schweigens) zu legen, wo Fleisch und Weichteile von Vögeln, z. B. Geiern  oder Raben gefressen werden.  Diese Bestattungsform erklärt sich daraus, dass den Parsen neben Luft und Wasser auch Erde und Feuer heilig sind, also nicht durch den unreinen Leichnam verunreinigt werden dürfen, so dass sich Erd- und Feuerbestattung verbieten. Falls es die Zeit noch erlaubt, unternehmen wir eine kurze Fahrt zu den noch z.T. erhaltenen zarathustrischen Schweigetürmen am Stadtrand,
Yazd ist außerdem bekannt für sein Mandelgebäck – unser Reiseleiter kennt die Mandelbäcker in der Stadt, wo es das beste Gebäck gibt!


10. Tag: Wir durchqueren einige Wüstenstädte mit ihren typischen Lehmziegelhäusern. Heute führt uns die Route entlang der Dasht-e Kavir Wüste, eine der zwei großen Wüsten Irans. Wörtlich übersetzt heißt sie die "Große Salzwüste."

Das Leben kommt in den Wüstensiedlungen sehr früh am Morgen bzw. erst wieder am Abend in Gang. Bei Tag ist es zu heiß, um auf der Straße zu sein und man befindet sich im Innern hinter den dicken Mauern aus Lehm. Das sehr heiße Klima veranlasste die hier lebenden Menschen schon sehr früh zu einer ganz speziellen Wüstenarchitektur.

Die über den Dächern aufragenden Badgirs (Wind-Fänger-Türme) sorgen dafür, dass Luft ins Haus hinein geblasen und durch Düsen komprimiert wird. Eine frühe Form der Klimaanlage. Eisschränke arbeiten nach dem gleichen Prinzip!
Erste Station auf dem Weg ist Meybod. Der Ort ist eine Art kleine Version von Yazd, samt Ziegelsteinhäusern, einer alten Narin Castle (Festung), einer alten Karawanserei und einem „Eishaus“, typisch für diese Region. In den nächsten Tagen werden öfters auf solche Eishäuser stoßen. Einst waren sie sehr praktisch, diese Aufbewahrungsräume mit Eis, in diesem immens heißen Wüstenklima.

Anschließend überqueren wir die Wüstenautobahn von Tabas nach Mashad. Auf ihr vollzieht sich der gesamte Handel mit den angrenzenden Ländern wie Afghanistan und Zentralasien. Lastwagen auf Lastwagen transportieren ihre Waren zu Städten wie Yazd, Schiraz und Isfahan.
Gegen Abend erreichen wir das Dorf Farazhad und dort ein charmantes kleines Hotel.


11. Tag: Am Morgen verlassen wir die Wüste und fahren nach Nain. Dort besichtigen wir die beeindruckende alte Freitagsmoschee und im nahen Mohammadiyeh unterirdische, traditionelle Webereien für die Umhänge der schiitischen Geistlichen. Am späten Nachmittag erreichen wir Isfahan, die 2-Millionen-Einwohner-Metropole im Herzen des Landes. Idyllisch gelegen in einer großen Flussoase im Flusstal von Zayandeh Rud am Rand des Zagrosgebirge. Gelegenheit zu einem ersten abendlichen Stadtspaziergang. (3 Übernachtungen im Hotel 3-4*)


12. Tag: Nach dem Frühstück unternehmen wir eine Stadtrundfahrt in Isfahan mit Besuch des Naghsh-e-Jahan Square (UNESCO Weltkulturerbe), wohl eines der großartigsten Stadtbilder der Welt mit Sheikh Lotfullah Moschee, Ali Qapu Palast und der Imam Moschee. Sie ist „das Wahrzeichen der Stadt Isfahan“ und gilt mit ihren blauen Kacheln als eine der schönsten islamischen Bauwerke überhaupt. Anschließend ein MUSS – ein Bummel durch den Basar.


13. Tag: Heute erwartet uns ein wunderbarere Tag in Isfahan. Wir besichtigen den prächtigen Chehel Sotun-Gartenpalast aus dem 17. Jhd. (
ein Lustpavillon aus der Zeit von Shah Abbas II.), dann die malerischen Brücken über en Fluß  Zayanderud bei Tageslicht und das armenische Viertel mit der christlichen Vank Kathedrale sowie dem angeschlossenen armenischem Museum. Außerdem steht der Besuch des Gewürz- und des Goldbasars auf dem Programm. Sollte am vorherigen Abend nicht mehr genügend Zeit gewesen sein, bummeln wir heute Abend entlang einer Promenade am Ufer des Zayanderud.
 
14. Tag: Fahrt nach Shiraz, der Stadt der Dichter, der Poesie (und einst dem Wein) und eine der schönsten Städte im Iran.
Vorher besuchen wir jedoch  zuerst  Persepolis, (Takht-é Jamshid - übersetzt „Die Stadt der Perser“), der ehemaligen Repräsentationshauptstadt der Achämeniden. Beim Klang dieses Namens wird wohl bei so manchem altes Schulwissen wieder ganz lebendig. Darius und Xerxes, Marathon und Salamis, Athen und die Eroberung der antiken Stadt durch die Perser im Jahre 480 v. Chr. Und dann die griechische Retourkiste. 333 Issos Keilerei und kurze Zeit später die Zerschlagung eines der größten Imperien aller Zeiten. Das persische Weltreich wurde von Kyros II. dem Großen gegründet und reichte unter Darius I. dem Großen um 520 v. Chr. von Kleinasien und Ägypten bis zum Indus.  Persepolis ist ein Glanzlicht der altpersischen Kultur und Politik der Achämeniden. Die eindrucksvollen Überreste dieser Hochkultur und Zivilisation bieten noch immer einen großartigen Eindruck davon, warum Persien für diese Zeit und in diesem Kulturraum so unvergleichlich war. Ein erhabenes Gefühl, über Marmorplatten zu laufen, auf die einst  Könige wie Darius, Xerxes und Alexander der Große ihre Füße setzten. Die historische Palaststadt ist noch heute ein Identifikationsort für viele Iraner, obwohl oder gerade, weil sie weit in die vorislamische Zeit zurückreicht.
Nach 200-jährigem Bestand wurde sie 330 v. Chr. von den Truppen Alexanders des Großen in Brand gesteckt. Bereits in der Antike wurde gerätselt, ob Alexander den Brand und die Plünderung initiierte. Nachträglich wurde die Zerstörung Persepolis' als Rache für die Zerstörung der athenischen Akropolis durch persische Truppen gedeutet. Des Weiteren sollte der Brand wohl auch den endgültigen Sieg Alexanders über die Perser demonstrieren. Die gesamten Schätze des Schatzhauses wurden von Alexander und den makedonischen Soldaten geplündert, anschließend Persepolis in Brand gesetzt. Reste von verbranntem Material hat man besonders zahlreich im Palast von Xerxes gefunden. Doch die Ära Alexanders und der makedonischen Herrschaft ging schnell zu Ende. Der Name Alexander ("Eskandar" auf Persisch,) ist bis heute unter den Persern und Bewohnern Asiens generell sehr negativ behaftet.
Der letzte Schah des Iran Mohammad Reza Pahlevi ließ Teile von Persepolis zum 2.500-jährigen Jubiläum (1971) renovieren und mit touristischer Infrastruktur, Parkplätzen und Geschäften ausstatten. Die später stattfindende islamische Revolution ließ allerdings die Besucherzahlen auf etwa ein Zehntel (einige Hundert pro Tag) der ursprünglichen Größe sinken.
Über 2.500 Jahre alte Säulen und Reliefs zeugen von Macht und Reichtum der achämenidischen Herrscher und ihres Vielvölkerstaates. Während des jährlichen Neujahrfestes (Nowruz am 21. März) überbrachten die Gesandten der tributpflichtigen Völker des Perserreiches hier den persischen Großkönigen die besten Produkte ihres Landes. Auf den Reliefs an der „Treppe der Nationen“ kann man sehr plastisch sehen, wie die verschiedenen Volksgruppen dem Schahan Schah (König der Könige) die Ehre erwiesen.

Kaum 4 km nördlich von Persepolis befindet sich die „Königsnekropole“ Naqsh-i Rustam mit einer Galerie von vier Felsgräbern, die auf die Könige Dareios I. (522-485 v. Chr.), Xerxes I. (485-465 v. Chr.), Artaxerxes I. (464-425 v. Chr.) und Dareios II. (425-405 v. Chr.) zurückgeht. Ähnlich den beiden Großgräbern in Persepolis sind auch diese Gräber in senkrecht abfallende Wandfluchten hineingemeißelt worden. Ein sehr eindrucksvoller Ort und jederzeit eine Besichtigung wert.

Fahrt  nach  Pasagardae (UNESCO-Weltkultererbe), der Grabstätte Kyros des Großen, des ersten Großkönig der Achämeniden, der das Perserreich einte und zur vorderasiatischen Großmacht ausbaute. Von seiner ersten altpersischen Residenz Pasargadai nahe von Persepolis ist nichts mehr erhalten. Kaum zu glauben, dass er hier in diesem einsam in der weiten Steppe gelegenen relativ kleinen Grabmonument bestattet  ist. Nur die Grabtombe Kyros des Großen hat die Stürme vieler Jahrhunderte überlebt  Gegen Abend erreichen wir Shiraz.


15. Tag: Stadtbesichtigung von Shiraz, die auch der „Garten des Iran“ genannt, da sie für ihren Blumenreichtum bekannt ist. Aus einem Heerlager der arabischen Eroberer entstand 648 die Stadt Schirâs. Im 13./14. Jh. wurde die Stadt zum Zentrum der persischen Literatur. Shiraz ist berühmt für seine Dichter (Saadi und Hafiz) und Gärten. Der wohl am berühmteste und meistverehrte persische Dichter ist bis heute Hafiz. Sein Ruf und seine literarische Stellung sind absolut mit der von Goethe oder Schiller in Deutschland vergleichbar. 
Heute erkunden wir ganztägig Shiraz per Pedes und mit dem Bus. Am Morgen besuchen wir die Masjid-e Nasir-ol-Molk Moschee. Sie wird auch die „Rosa Moschee“ genannt, wegen der reichlichen Verwendung dieser Farbe im Inneren.
Weiter geht es zum Vakil Basar. Bunte Teppiche, außergewöhnliche Stoffe, glänzende Teekannen und Kupferwaren, Schmuck, herrlich duftende Gewürze und interessant aussehende Lebensmittel. Das Angebot ist wirklich beeindruckend und man kommt schnell ins Gespräch mit den iranischen Basaris (Händlern). Der Basar vermittelt einen lebendigen Eindruck von den Schätzen aus Tausend und Einer Nacht.

In der Nähe liegt der kleine Bargh-e Naranjestan Garten, im 19. Jahrhundert von einer der reichsten Familien in der Qajarenzeit gebaut.
Gärten haben in Persien und im Iran einen sehr hohen Stellenwert. Als „kühle Oase“ in einem heißen Wüstenland oder auch als Ort der Besinnung und der Poesie. Aus dem altpersischen Wort Paradaidha, der für den Begriff Garten verwendet wurde, entwickelte sich in den europäischen Ländern der Begriff Paradies. Die Gartenanlage ist wirklich eine grüne Oase und kleines Paradies in der Stadt.
Einer der berühmtesten persischen Dichter (der die Liebe zu den Frauen und dem Wein in vielen Versen pries) ist Hafes.
Sein Ruf und seine literarische Stellung sind absolut mit der von Goethe oder Schiller in Deutschland vergleichbar. Nur – dass er im Gegensatz zu seinen Deutschen Kollegen selbst heute noch fast ehrfürchtich verehrt wird. Sein Grab befindet sich in einem kleinen Park. Im hinteren Teil gibt es ein traditionelles Teehaus, wo wir auf Kissen sitzend sehr süßen schwarzen Tee oder eine Wasserpfeife genießen können. Ein berührender Ort, der gerne von frisch Verliebten aufgesucht wird.
Im berühmten Grabmal des „Königs der Lampe“, Shah-e-Cheragh (12. Jhd.), liegt Sayyed Mir Ahmed, der Sohn des siebenten Imam (Imam Mussa), begraben. Durch einen schönen Innenhof gelangt man in den mit unzähligen Spiegeln geschmückten Innenraum des Mausoleums. Die Spiegel glänzen zum Teil in verschiedenen Farben, was einen tollen Effekt bewirkt und wodurch eine ganz besondere Atmosphäre entsteht. Das Mausoleum ist ein bedeutender schiitischer Wallfahrtsort in dem überall Familien in völlig entspannter Atmosphäre beten, reden und essen.

16.Tag (So): Abflug von Shiraz am frühen Morgen gegen 01:45 Uhr. Ankunft in Frankfurt gegen 11:00 Uhr.

 

Wichtiger Hinweis: Aufgeschlossenheit, Toleranz und Kameradschaft sind wichtige Voraussetzungen zum Gelingen dieser speziellen Begegnungsreise. Frauen müssen in der Öffentlichkeit ihre Haare mit einem Tuch (Tschador) bedecken und sollten ihren Körper nicht figurbetont und mindestens knielang verhüllen. Deutsche Staatsbürger benötigen einen gültigen Reisepass und ein Visum. Der Pass darf keinen Sichtvermerk von Israel enthalten!

 

Ich bin der Meinung, dass man ein Land nicht aufgrund seiner Politik beurteilen darf.
Wir Engländer beispielsweise sind im Grunde ehrliche Menschen.
(Zitat aus Alfred Hitchcocks „A Lady Vanishes – Eine Dame verschwindet“)

 

Programmänderungen: Wir möchten ausdrücklich darauf hinweisen, dass es aufgrund der Verkehrsinfrastruktur und Unerfahrenheit im Tourismus im Iran zu kurzfristigen Umstellungen im Programmablauf und bei Hotels kommen kann, die jenseits der Einflussmöglichkeiten von VAT liegen. Änderungen im Tourenverlauf sind daher ausdrücklich vorbehalten. Vom beschriebenen Reiseverlauf kann und muss manchmal sogar abgewichen werden, was Flexibilität und Improvisationstalent von Teilnehmern und Fahrern/Reisebegleitern fordert, die evtl. auch einen anderen, aber gleichwertigen Reiseverlauf bedingen können. Änderungen aufgrund von behördlichen Anordnungen oder anderen und von VAT nicht zu vertretenden Gründen (z.B. kurzfristige Sperrung einzelner Gebiete) bleiben ausdrücklich vorbehalten!

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